Die Wolfsburger hatten nach dem Auffliegen der Software-Manipulationen in den USA eingeräumt, bei der Abgastechnik von Dieselfahrzeugen betrogen zu haben.
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Die Wolfsburger hatten nach dem Auffliegen der Software-Manipulationen in den USA eingeräumt, bei der Abgastechnik von Dieselfahrzeugen betrogen zu haben.

VW-Dieselskandal

US-Aufseher: Zeugnis für Aufarbeitung des Dieselskandals

US-Aufseher Larry Thompson hat seine Prüfungen bei Volkswagen beendet und dem Autohersteller nach Angaben der Konzernführung insgesamt ein gutes Zeugnis für die Aufarbeitung des Dieselskandals ausgestellt.

„Er hat jetzt auch die strafrechtliche Seite zum Abschluss gebracht“, sagte Rechtsvorständin Hiltrud Werner der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Der frühere Staatssekretär im Justizministerium in Washington habe „bestätigt, dass Volkswagen ein anderes und ein besseres Unternehmen geworden ist - und dass wir die Verpflichtungen aus unseren Vereinbarungen mit den US-Behörden eingehalten haben“.

Thompson hatte rund drei Jahre lang beobachtet, ob VW nach dem Schuldeingeständnis gegenüber der US-Regierung zur Abgaskrise die zugesagten Reformen umsetzt und mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern konsequenter ahndet. Bei zivilrechtlichen Fragen hatte der Jurist im Juli ein Fazit der „Bewährungszeit“ gezogen, nun folgte eine abschließende Bewertung strafrechtlicher Themen. In einigen Punkten hatte er zwischenzeitlich noch Verbesserungsbedarf gesehen. Werner betonte, die Optimierung interner Regeltreue- und Whistleblower-Systeme gehe unabhängig davon jedoch weiter. „Das Erreichen des Zertifikats, das er uns ausgestellt hat, ist ein Meilenstein, aber nicht das Ende“, erklärte sie. „Wir werden in gleicher Weise weiterarbeiten.“

Die Wolfsburger hatten nach dem Auffliegen der Software-Manipulationen in den USA eingeräumt, bei der Abgastechnik von Dieselfahrzeugen betrogen zu haben. Insgesamt musste VW bis dato rund 32 Milliarden Euro an Kosten verbuchen, den Großteil davon in Nordamerika. Thompson war dem Konzern als „Aufpasser“ zur Seite gestellt worden, um die in den milliardenschweren zivilrechtlichen Vergleichen vereinbarten Verbesserungen zu überprüfen und sicherzustellen, dass sich ein solcher Betrug nicht wiederholt. (dpa)

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