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Außenminister Heiko Maas bietet deutsche Hilfe an.

Waldbrände am Amazonas

Der Urwald brennt: Maas bietet Hilfe an

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Der Bundesaußenminister sieht die Weltgemeinschaft in der Pflicht.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat deutsche Hilfe zur Bekämpfung der Feuer im Amazonas-Gebiet angeboten. „Wenn wochenlang der Regenwald brennt, dann kann uns das nicht kaltlassen“, sagte Maas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Deutschland steht bereit, Hilfe und Unterstützung zu leisten, um die Brände zu bekämpfen.“ Maas sieht die Weltgemeinschaft in der Pflicht, Hilfe zu leisten. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Brände die grüne Lunge der Welt zerstören“, sagte der Außenminister. „Der Schutz des einzigartigen Naturerbes Amazonas ist eine internationale Aufgabe, die uns alle angeht.“

Angesichts der besorgten Reaktionen auf die verheerenden Amazonas-Waldbrände hatte sich Brasiliens Staatsführung zuvor Ratschläge aus dem Ausland verbeten. „Die brasilianische Regierung ist weiterhin offen für einen Dialog, der auf objektiven Daten und gegenseitigem Respekt beruht“, schrieb Präsident Jair Bolsonaro am Donnerstag auf Twitter.

Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, das Thema auf die Agenda des Gipfels der führenden Industrienationen in Biarritz zu setzen. „Unser Haus brennt. Wortwörtlich“, schrieb Macron am Donnerstag auf Twitter zu einem Foto des brennenden Regenwalds. Die Brände bedeuteten eine internationale Krise, erklärte Macron. Er rief die Regierungschefs der G7-Länder auf, „diesen Notfall“ als ersten Punkt beim Gipfeltreffen ab Samstag zu besprechen.

Auch die Bundesregierung sprach sich dafür aus, beim G7-Gipfel über die schweren Waldbrände zu sprechen. „Diese akute Notlage des Amazonas-Regenwalds gehört auf die Tagesordnung“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag. Bundeskanzlerin Angela Merkel sehe dies „ganz genau“ wie der französische Staatschef Macron.

Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, forderte von Kanzlerin Merkel eine Kehrtwende mit Blick auf den Amazonas und das Mercosur-Abkommen. Merkel habe zwar immer wieder beteuert, dass ihr der Klimaschutz wichtig sei, habe dann aber trotzdem die absolut eindeutigen Warnungen Hunderter Wissenschaftler und Aktivisten in den Wind geschlagen und sich dafür eingesetzt, dass das Mercosur-Freihandelsabkommen mit Brasilien schnell abgeschlossen werde, so der Grünen-Politiker. „Das hat die Vernichtungsspirale des Amazonas weiter angeheizt, und jetzt wird abgeholzt und abgebrannt, um Platz für Soja und Exportrinder zu schaffen“, sagte Hofreiter. „Es darf nicht sein, dass der Klimaschutz so rücksichtslos für die Profite von Unternehmen geopfert wird.“ (mit dpa)

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