Regel 5

Der Unterschied zwischen behaupteter und gelebter Mobilität kann "tödlich" sein

Kaum jemand wird im Vorstellungsgespräch verneinen, mehr oder minder uneingeschränkt mobil zu sein. Konnte man vor Jahren noch hoffen, im Laufe der späteren

Kaum jemand wird im Vorstellungsgespräch verneinen, mehr oder minder uneingeschränkt mobil zu sein. Konnte man vor Jahren noch hoffen, im Laufe der späteren Mitarbeit bei "Umzugsverweigerung" auf Verständnis zu stoßen, wird heute immer öfter auf "Residenzpflicht" am Arbeitsort gepocht. Eine nachträgliche Ablehnung gefährdet nicht nur aus arbeitsrechtlichen Gründen die Position, sondern wirft erhebliche Schatten auf die Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit des Mitarbeiters.

Wer frühzeitig sesshaft wird (wie durch eine Immobilie), muss überlegen, ob er sich von Wohnort und Eigentum lösen kann, der Ort für Verkauf oder Vermietung attraktiv genug ist, oder ob das "Wochenendpendeln" wirklich eine auf Dauer erträgliche Alternative ist. Umgekehrt sollte geprüft werden, ob in akzeptabler Umgebung des Wohnortes ein Wirtschaftsraum über gute Beschäftigungsperspektiven für einen eventuellen Firmenwechsel verfügt.

Der Vorwurf, Mobilität nicht wirklich zu leben oder bei wichtigen Terminen am Montag Morgen oder Freitag Nachmittag nicht (mehr) präsent zu sein, kann schnell dazu führen, dass Kollegen über den Kopf des Abwesenden hinweg bestimmen, seine Abwesenheit als unerheblich empfinden und schließlich zur Verdrängung "blasen". Identifikation hat nicht nur mit der gekeinsamen Arbeitszeit zu tun, sondern gerade dann, wenn Mentalität, Kultur und Lebensverhältnisse der Mitarbeiter er- und gelebt werden und eine allmähliche Verschmelzung in ihre Umgebung hinein stattfindet.

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