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Nicht alle Subventionen sind schlecht.
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Nicht alle Subventionen sind schlecht.

Subventionen

Undifferenzierte Schelte

  • VonStefan Sauer
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Ökonomen kritisieren staatliche Finanzhilfen. Doch nicht alle Subventionen sind schlecht. Ein Kommentar.

Der Subvention als solcher wohnt etwas Abstoßendes, ja Pathologisches inne. Jedenfalls wenn man sie so auffasst, wie es das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) offenkundig tut. Seit Jahren geißeln die Ökonomen aus dem hohen Norden ebenso engagiert wie regelmäßig „Auswüchse“ des bundesdeutschen Subventionswesens. Im vergangenen Jahr ist es dem jüngsten Bericht der Forscher zufolge ganz besonders wüst zugegangen: Nie zuvor habe der deutsche Staat so viele Subventionen verteilt wie 2015.

Zum Beispiel die gesetzliche Krankenversicherung: hat doch glatt 11,5 Milliarden Euro vom Bund erhalten. Damit wurden zwar vornehmlich versicherungsfremde Leistungen finanziert wie etwa das Krankengeld oder die medizinische Begleitung von Geburten, aber das vermag den subventionskritischen Furor des IfW nicht zu bremsen. Zumal weitere 25 Milliarden Euro öffentlicher Mittel der Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zuflossen. Welche sinnlose Vergeudung! Oder nicht?

An einer Stelle räumen die IfW-Autoren immerhin ein, dass es für die meisten Subventionen wohl eine plausible Erklärung gebe. Grundsätzlich aber bedeuteten Subventionen stets einen selektiven Eingriff ins Marktgeschehen, was zwangsläufig Wohlfahrts- und Wachstumsverluste zur Folge habe. Das IfW ist im Übrigen der Universität Kiel angegliedert und wird von einer Stiftung des Landes Schleswig-Holstein getragen. Man sollte diese Subvention überdenken, ganz dringend.

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