Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schnitzelburger in einem Schaufenster in London.
+
Schnitzelburger in einem Schaufenster in London.

Lebensmittel-Skandal in Großbritannien

Unbekanntes Fleisch in britischem Fast Food

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

In "Indischem Lamm-Curry", das die BBC getestet hat, war zwar Fleisch, aber kein Lamm. Auch kein Rind, Schwein oder Pferd. Sondern etwas Unbekanntes.

Erst feiern, dann Fast-Food futtern: So sieht ein Standard-Samstagabend in britischen Städten aus. Doch was das Feiervolk isst, ist oft nicht das, was es meint, gekauft zu haben.

Dass ein Rinderburger nicht notwendigerweise aus Filet besteht, ist den meisten bewusst. Auch Knie, Nase und Ellenbogen kann im Fleisch verarbeitet sein. Im Supermarkt steht auf der Verpackung, was im Fleisch ist. Das ist vorgeschrieben. Der Pferdefleisch-Skandal hat gezeigt, dass auch das nicht immer stimmen muss, wenn Kriminelle das Fleisch falsch etikettieren.

Proben ins Labor geschickt

Was aber steckt in Fast Food, das hungrige Briten nach Partynächten an der Straßenecke kaufen, fragt sich die BBC-Dokumentation "Horsemeat Banquet" (Pferdefleisch-Bankett).

Ein BBC-Reporter hat Proben, die er in Dönerläden und Burgerbuden gekauft hat, ins Labor geschickt.

In der ersten Probe, einem Lamm-Dönerspieß, fand die Ernährungswissenschaftlerin Surinder Phull neben Lamm auch große Mengen Fett und Salz.

"Hühnchen-Material" im Rinderburger

In vielen Proben war das, was auch drin sein sollte, kein Grund für Alarm, dachte der Reporter. Doch dann kamen die Ergebnisse von "Rindfleisch mit Sauce aus schwarzen Bohnen" von einem chinesischen Take-away. Große Mengen "Hühnchen-Material", wahrscheinlich Blut, fanden sich darin.

In weiteren Rinderburgern war zwar etwas, das wie Fleisch aussah, es war aber keins. Sondern Rinder-Serum, Hühner-Serum - und zwei Prozent Rinderherz, "der beste Teil des Burgers", scherzt die Lebensmittel-Expertin.

Das schlimmste kommt zum Schluss. "Indisches Lamm-Curry" heißt das getestete Gericht. Darin war Fleisch, aber kein Lamm. Auch kein Schwein, Huhn, Pferd oder Ziege. Pferdefleisch war es auch nicht. So viel konnten die Tester herausfinden. Es muss das Fleisch eines anderen Tieres gewesen sein, aber von welchem, ist unbekannt.

"Ist es Hund oder Katze", fragt der Moderator in der Doku. "Ist es von einem Menschen?" Letzteres schließt die Testerin aus. Was es ist, bleibt der Fantasie überlassen. Sie weiß es einfach nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare