Handel

Umstrittener Fleisch-Deal

Rindfleisch-Produzenten aus den USA bekommen künftig besseren Zugang zum EU-Markt. Kritikern wie den Bauernpräsidenten schmeckt das nicht. 

Das sogenannte Rindfleisch-Abkommen der EU mit den USA hat geteilte Reaktionen hervorgerufen. Bauernpräsident Joachim Rukwied gehört zu den Skeptikern: „Ob Mercosur oder das Abkommen mit den USA – die EU macht zunehmend Zugeständnisse zu Lasten der europäischen Landwirte“, klagte er. Lob bekam die EU von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der auf Twitter schrieb, das Abkommen sei „ein wichtiger pragmatischer Schritt weg von Handelskrieg“. Auch der Maschinenbauverband VDMA erklärte: „Mit dem Abschluss dieses Abkommens hat die EU erneut ihren guten Willen gezeigt, auch langjährige Handelsstreitigkeiten wie die über Rindfleischeinfuhren zu beenden.“

Rindfleisch-Produzenten aus den USA bekommen künftig besseren Zugang zum EU-Markt. Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump ist das ein „bedeutender Erfolg“ für amerikanische Landwirte, wie er am Freitag bei der Unterzeichnung eines entsprechenden Handelsabkommens mit der EU betonte. Innerhalb von sieben Jahren sollen nun 35.000 Tonnen des globalen jährlichen Rindfleisch-Einfuhrkontingents der EU von 45.000 Tonnen ausschließlich für die USA reserviert sein. Für andere Rindfleisch-Produzenten bleiben also nur noch 10.000 Tonnen. (dpa)

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