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Die Übernahme von Kaiser's Tengelmann von Edeka steht auf der Kippe.
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Die Übernahme von Kaiser's Tengelmann von Edeka steht auf der Kippe.

Edeka

Übernahme von Kaiser’s auf der Kippe

  • VonStefan Sauer
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Edeka sagt die Verhandlungen mit den Gewerkschaften ab. Doch ohne Arbeitsplatzgarantien wird es keine Fusion zwischen Kaiser's und Edeka geben.

Die von Edeka und Kaiser’s-Tengelmann (KT) angestrebte Fusion droht an Differenzen über den Erhalt von Arbeitsplätzen zu scheitern. Eine für den 5. und 6. Juli angesetzte Verhandlungsrunde mit den Gewerkschaften Verdi und Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) über einen Tarifvertrag, in dem KT-Jobs gesichert und die Arbeit der Betriebsräte gewährleistet werden sollten, wurde von Edeka bis auf Weiteres abgesagt.

Ohne tarifvertragliche Arbeitsplatzgarantien aber wird es ein Zusammengehen des Branchenführers Edeka und der viel kleineren KT-Gruppe mit rund 16 000 Beschäftigten in 450 Filialen vornehmlich in Bayern, NRW und Berlin nicht geben können.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte Mitte März seine Ministererlaubnis, mit der er die Fusion gegen das Votum des Bundeskartellamts und der Monopolkommission genehmigt hatte, ausdrücklich an den Erhalt der Arbeitsplätze sowie der Betriebsräte bei KT geknüpft. Beides sollte zwischen Edeka auf der einen sowie Verdi und der NGG auf der anderen Seite in Tarifverträgen niedergelegt werden.

Davon ist man derzeit allerdings meilenweit entfernt. Die Verhandlungen sind in den vergangenen Wochen kaum vorangekommen. Ein von Edeka unlängst vorgelegter Tarifvertragsentwurf wurde von Verdi mit der Begründung abgelehnt, dass zentrale Bestandteile, allen voran die Arbeitsplatzgarantie, nicht oder nur unzureichend enthalten seien. „Wir erwarten, dass Edeka die Vorgaben der Ministererlaubnis in vollem Umfang erfüllt“, sagte Verdi-Sprecherin Eva Völpel der FR.

Ungeachtet dessen könnten sich die Gewerkschaften zum Einlenken gezwungen sehen. Denn Edeka sitzt in den Verhandlungen letztlich am längeren Hebel. Schließlich würde das Scheitern der KT-Übernahme – um die es sich in Wahrheit eher handelt als um eine Fusion – aller Voraussicht nach viel mehr Jobs kosten als ein Verhandlungsergebnis, selbst wenn es aus Gewerkschaftssicht mager ausfiele.

Denn aus eigener Kraft ist KT nicht mehr lebensfähig. Im Falle des Scheiterns bliebe als Option nur der Ausverkauf einzelner attraktiver Standorte und das Ende für den großen Rest. Aus Sicht der Gewerkschaften wäre das die schlechteste aller Möglichkeiten.

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