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Twitter: Musks „Hardcore“-Ultimatum verfestigt chaotische Zustände

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Von: Niklas Kirk

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Musk droht mit zweiter Kündigungswelle © IMAGO/Jakub Porzycki

Elon Musk treibt die Umstrukturierung von Twitter voran. Nach einer ersten Entlassungswelle sollen sich Beschäftigte nun zu Mehrarbeit verpflichten.

Frankfurt – Der US-Milliardär Elon Musk will die Beschäftigten von Twitter zu Mehrarbeit verpflichten. Wer einer entsprechenden Einwilligung nicht nachkam, galt im Umkehrschluss als gekündigt. Als Abfindung sollen unwillige Angestellte drei Monatsgehälter erhalten. Den Betroffenen wurde für ihre Zustimmung ein Ultimatum gesetzt. Somit könnte sich bei Eintreten der Konsequenzen aus dem Ultimatum, der personelle Aderlass bei Twitter weiter fortsetzen.

Musk hatte Twitter Ende Oktober für 44 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) übernommen und umgehend die Chef-Etage gefeuert. Eine Woche später entließ er rund die Hälfte der 7500 Angestellten. „Ich bin vielleicht außergewöhnlich, aber verdammt – ich bin ganz einfach nicht hardcore“ schrieb die Twitter-Angestellte Andrea Horst am Donnerstag in Anspielung auf Musks Ankündigung, wonach das Unternehmen „extrem hardcore“ sein müsse, um im Wettbewerb zu bestehen.

Umstrukturierung bei Twitter – Musk fordert „lange Arbeitstage mit hoher Intensität“

Nach Anordnung von Musk sollen sich die Mitarbeiter auf „lange Arbeitstage mit hoher Intensität“ einstellen. „Nur außergewöhnliche Leistung wird als ausreichend bewertet.“ Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setzte er eine Frist bis Donnerstagnachmittag (18. November), online ein entsprechendes Arbeitsbekenntnis abzulegen.

Bisherige leitende Angestellte scheinen der Aufforderung nicht nachkommen zu wollen, wie aktuell Deanne Hines-Glasgow. Ihr fehlten die Worte, um auszudrücken, wie dankbar sie dafür sei, dass sie bei Twitter den ihrer Träume hatte. Laut der Branchenjournalistin Zoe Schiffer teilte das Twitter-Management den Betroffenen mit, dass die Büros am Donnerstag vorübergehend geschlossen und selbst mit einem elektronischen Türöffner nicht zugänglich seien.

Umstrukturierung bei Twitter – Konzerne reagieren mit Rückzug ihrer Werbeschaltungen

Die Umstrukturierung des Kurznachrichtendienstes durch Musk verläuft somit weiter äußerst chaotisch. Am Dienstag (15. November) hatte Musk die Einführung eines neuen Abo-Modells auf Ende November verschoben. Er reagierte damit auf eine Flut von gefälschten Profilen auf Twitter.

Mehrere große Unternehmen haben seitdem aus Sorge über die Entwicklung von Twitter reagiert. Einige von ihnen haben Werbungschaltungen im Netzwerk vorrübergehend ausgesetzt. (nki mit AFP)

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