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Twitter einigt sich mit Elon Musk: Tech-Milliardär darf Plattform kaufen

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Von: Bettina Menzel

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Elon Musk
Elon Musk hatte am 4. April bekanntgemacht, einen Anteil von gut neun Prozent an Twitter zu halten. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild POOL/dpa

Twitter und Elon Musk haben sich dem Vernehmen nach auf einen Deal verständigt. Demnach kann der Tech-Milliardär nun den Kurznachrichtendienst übernehmen.

San Francisco - Twitter hat den Widerstand gegen eine Übernahme durch Tech-Milliardär Elon Musk aufgegeben. Der Online-Dienst teilte am Montag mit, dass er sich mit Musk auf einen Deal verständigt hat. Twitter soll danach von der Börse genommen werden.

Tech-Milliardär übernimmt Twitter: Das ist über den Deal bekannt

Der derzeit reichste Mensch der Welt, Elon Musk, kauft den Kurznachrichtendienst Twitter für rund 44 Milliarden Dollar (knapp 41 Milliarden Euro) auf. Twitter gab am Montag eine „endgültige Vereinbarung“ für eine Übernahme des Onlinedienstes durch Musk bekannt. Der Gründer des Elektroautobauers Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX wird demnach 54,20 Dollar pro Twitter-Aktie zahlen. In der Folge soll Twitter dann von der Börse genommen werden. Damit erhält Musk die Kontrolle über den Social-Media-Konzern. Da das Vermögen des Tech-Milliardärs hauptsächlich aus Tesla- und SpaceX-Aktien besteht, musste Musk für den Kauf auch auf Kredite zurückgreifen. Demnach soll er dem Twitter-Vorstand am Sonntag Zusagen für Kredite über 25,5 Milliarden US-Dollar vorgelegt haben. Zusätzlich brachte er Aktien im Wert von rund 21 Milliarden US-Dollar ein.

Gegenüber der New York Times berichteten zahlreiche Angestellte, dass sie zunächst im Dunkeln darüber gelassen wurden, was ein Verkauf des Konzerns an Musk konkret für Änderungen bringen würde. Der Twitter-CEO Parag Agrawal - Nachfolger des Firmengründers Jack Dorsey - soll demnach ein Treffen mit seinen Mitarbeitern für Montagnachmittag einberufen haben, in dem weitere Details über die Zukunft des Unternehmens offengelegt werden sollen.

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Verwaltungsrat lässt Widerstand fallen - Elon Musk reagiert auf Kritik

Vergangene Woche hatte der Verwaltungsrat von Twitter noch versucht, eine Übernahme durch den Tech-Milliardär zu verhindern. Auch zahlreiche Führungskräfte hatten sich kritisch geäußert. Musk erklärte, er wolle Twitter „besser machen als jemals zuvor“. Dazu wolle er neue Funktionen anbieten, die Algorithmen des Kurznachrichtendienstes öffentlich machen, um „Vertrauen zu vergrößern“, und sogenannte Spam-Bots „besiegen“. Nach Bekanntwerden der Übernahme notierte die Twitter-Aktie am Montag in New York an der Marke von 52 Dollar - Anleger haben also noch leichte Zweifel. Wichtige Aktionäre sind laut Medienberichten die Bank Morgan Stanley mit gut acht Prozent der Anteile, die Investmentfirma Vanguard Group soll rund zehn Prozent halten.

Der Milliardär ist selbst ein häufiger Twitter-Nutzer und hat rund 83 Millionen Follower. Er kündigte an, Twitter zu einer „globalen Plattform für Redefreiheit“ machen zu wollen. Nach dem Deal am Montag äußerte er sich prompt selbst auf dem Kurznachrichtendienst. „Ich hoffe, dass selbst meine größten Kritiker auf Twitter bleiben, denn das ist es was freie Meinungsäußerung bedeutet“, schrieb Musk.

Musk hatte Mitte April verkündet, er wolle Twitter vollständig übernehmen. Zuvor hatte der 50-Jährige bereits etwas mehr als neun Prozent der Anteile gekauft und war damit zum größten Aktionär von Twitter aufgestiegen. Die Frage, wie genau Musk den Konzern verändern wird, bleibt weiterhin offen. Bleibt nur abzuwarten ob er vielleicht auch über eine Umbenennung von Twitter nachdenkt und für den Messengerdienst einen ähnlich kreativen Namen wie für seinen Sohn X Æ A-Xii wählt.(afp/dpa/bm)

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