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Eine Hand hält mehrere Geldscheine ins Foto.
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Die türkische Währung Lira befindet sich auf einem Rekordtief. (Archivbild)

Nach drohender Ausweisung von Diplomaten

Türkische Währung Lira fällt auf Rekord-Tief – auch wegen Staatschef Erdogan

  • Jan Trieselmann
    VonJan Trieselmann
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Seit Jahresbeginn fällt die türkische Währung Lira. Jetzt befindet sie sich auf einem Rekordtief. Was Präsident Recep Tayyip Erdogan damit zu tun hat.

Ankara – Die türkische Landeswährung Lira ist auf ein Rekordtief abgesackt: Am frühen Montagmorgen (25.10.2021) wurden 9,80 Lira für einen Dollar verlangt. Auch gegenüber dem Euro hat sie stark nachgegeben. Ein Grund dafür dürfte vor allem auch in dem Handeln von Präsident Recep Tayyip Erdogan liegen.

Zwar erholte sich der Kurs für die türkische Währung Lira nach dem Tief am Montagmorgen wieder leicht auf 9,73 Lira für einen Dollar. Allerdings ist sie seit Beginn des Jahres schon um 24 Prozent gefallen.

Türkei: Landeswährung Lira fällt auf Rekordtief – auch wegen Staatschef Erdogan

Dem Rekordtief der Währung Lira war ein diplomatischer Eklat am Wochenende um den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan vorausgegangen: Mehrere Staaten hatten appelliert, den inhaftierten türkischen Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala freizulassen. Daraufhin hatte Erdogan den westlichen Botschaftern gedroht.

Am Samstag (23.10.2021) beauftragte Erdogan das Außenministerium, den deutschen und neun weitere Botschafter schnellstmöglich zur „persona non grata“ zu erklären – zur unerwünschten Person. Auf eine solche Einstufung folgt in der Regel die Ausweisung aus der Türkei. Laut Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel sind davon neben dem deutschen auch die Botschafter aus den USA und Frankreich betroffen.

Türkische Währung Lira sinkt auf Rekordtief – Diplomaten-Ausweisung schadet Erdogan

Die türkische Währung befindet sich unter Druck: Erst in der vergangenen Woche war sie gefallen, nachdem die türkische Zentralbank den Leitzins, trotz hoher Inflation, deutlich gesenkt hatte. Der Analyst Timothy Ash von Bluebay Asset Management erklärte am Montag, die drohende Ausweisung der Diplomaten werde Erdogan „schaden“. Die zehn Länder würden ihren Austausch mit der Regierung Erdogan verringern und die Investitionen im Land würden „leiden“.

Osman Kavala sitzt seit Oktober 2017 in der Türkei in Untersuchungshaft – wegen dubiosen Vorwürfen, die Gezi-Proteste in 2013 organisiert und finanziert zu haben. Im vergangenen Jahr hatte Erdogans Justiz eine EU-Intervention ignoriert und entschieden, dass Kavala in Haft bleibt.

Nach dem Streit um die Diplomatenausweisung stellt sich die Frage, ob Strafen für Erdogan ausreichen. (jtr/AFP)

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