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Recep Tayyip Erdogan
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Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, hat den Kronprinzen Abu Dhabis, Mohammed bin Sajid al-Nahjan in Ankara empfangen.

Türkei: Währungspolitik

Lira-Absturz: Erdogan äußert Verdacht auf Manipulation

  • VonNadja Austel
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Entgegen der üblichen Praxis begegnet Erdogan der Inflation in der Türkei mit hartnäckigem Kurs: Zinssenkungen statt -anhebungen hält er für das Mittel der Wahl.

Istanbul – Trotz des jüngsten Absturzes der türkischen Lira hat Präsident Recep Tayyip Erdogan weitere Zinssenkungen angekündigt. „Der Leitzins wird sinken. Wir werden nicht zulassen, dass hohe Zinsen unser Volk und unsere Bauern zermürben“, sagte Erdogan am Freitag (26.11.2021).

Nach ähnlichen Aussagen Erdogans am Anfang dieser Woche war die türkische Landeswährung zum US-Dollar und zum Euro abermals auf Rekordtiefstände gesunken. Die Lira hat allein in diesem Jahr 40 Prozent ihres Wertes eingebucht. Die Zentralbank der Türkei hatte die Leitzinsen zuletzt auf 15 Prozent gesenkt. Das steht der gängigen Praxis entgegen, einer hohen Inflation mit einer Anhebung des Leitzinses zu begegnen. Erdogan ist jedoch der Ansicht, dass hohe Zinsen eine hohe Inflation verursachen. 

Trotz der hohen Inflationsrate hat die türkische Notenbank ihren Leitzins drastisch gesenkt.

Als Reaktion auf die Lira-Krise sind in der Türkei Menschen in mehreren Städten zu Protesten auf die Straße gegangen. In Istanbul seien in dem Zusammenhang am Vorabend 68 Menschen festgenommen worden, sagte die Anwältin Yagmur Kavak von der Anwaltsvereinigung CHD am Donnerstag (25.11.2021) der Deutschen Presse-Agentur. Fast alle seien wieder freigelassen worden, gegen sie werde allerdings weiter ermittelt.

Türkei: Proteste in der Lira-Krise – Erdogan vermutet Manipulation

Verschiedene Organisationen hatten unter Mottos wie etwa „Böyle Gitmez“ (zu deutsch: „So geht es nicht weiter“) zu Protesten aufgerufen. In den sozialen Medien wurden Videos mit teilweise brutalen Szenen von Festnahmen verbreitet.

Laut einem Bericht der FAZ vom Samstag (27.11.2021) ordnete Erdogan derweil eine Untersuchung wegen Kursmanipulation an. Er habe ein ihm unterstelltes Aufsichtsgremium beauftragt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu demzufolge am Samstag. Kritiker monieren zudem, Staatspräsident Erdogan nehme Einfluss auf die Notenbank. Er hatte die Führung in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgetauscht. (na/dpa)

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