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Bedrohung für die Weltwirtschaft: IWF und Weltbank scheinen nur noch damit beschäftigt zu sein, die Attacken der US-Regierung unter Donald Trump abzuwehren.
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Bedrohung für die Weltwirtschaft: IWF und Weltbank scheinen nur noch damit beschäftigt zu sein, die Attacken der US-Regierung unter Donald Trump abzuwehren.

IWF und Weltbank

Trumps Wut bedroht die Weltwirtschaft

  • Markus Sievers
    VonMarkus Sievers
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US-Präsident Trump dreht der Weltbank den Geldhahn ab - dabei wird die multinationale Entwicklungsbank mehr denn je zur Bekämpfung der Armut gebraucht. Unser Kommentar.

Von wegen Indian Summer. Dunkle Wolken zogen bei der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) über Washington, das für seinen goldenen Herbst bekannt ist. Wer dazu neigt, mag dies als himmlisches Zeichen nehmen. Jedenfalls charakterisierte das Grau-Düstere die Stimmung bei dem Gipfel.

Sowohl IWF als auch Weltbank scheinen nur noch damit beschäftigt zu sein, die Attacken einer feindlich gesinnten US-Regierung unter Donald Trump abzuwehren. Beide Finanzinstitutionen hatten gehofft, dass sich dessen Furor auf die Unesco und ähnliche Einrichtungen beschränken würde.

IWF und Weltbank eines Besseren belehrt

Die vergangenen Tage haben sie eines Besseren oder genauer gesagt eines Schlechteren belehrt. Der Weltbank dreht Trump den Geldhahn ab. Mit dem IWF liegt er in zentralen wirtschaftspolitischen Fragen wie der Steuerpolitik oder der Einstellung zum Freihandel über Kreuz.

Dabei steht nichts so für die Dominanz der Vereinigten Staaten in der globalen Ökonomie wie diese Washingtoner Organisationen, die nicht zufällig nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Sitz wenige Kilometer vom Weißen Haus einnahmen.

Bei der Weltbank stellen die USA immer den Chef. Bei beiden Gruppen üben sie durch ihren hohen Kapitalanteil ein Vetorecht aus und beeinflussen die Ausrichtung wie keine zweite Nation. Nicht von ungefähr nehmen andere Länder die beiden Washingtoner Institutionen als Teil einer Weltordnung wahr, die maßgeblich von Interessen der Vereinigten Staaten bestimmt wird.

Trumps Befindlichkeiten werden zum Problem

Nicht von ungefähr biedert sich Weltbankchef Jim Yong Kim bei den Trumps nun geradezu an, indem er auf schon beschämende Weise die Präsidententochter Ivanka hofiert. Doch es nutzt alles nichts.

Das Problem liegt darin, dass beide Organisationen wichtige Aufgaben erfüllen. Die Menschheit braucht die beiden internationalen Einrichtungen – die Weltbank zur Armutsbekämpfung und den IWF zur Sicherung der Finanzstabilität.

Die Befindlichkeiten von Donald Trump, seine irrationale Wut auf alles Internationale sind zur Bedrohung für die Weltwirtschaft geworden.

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