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Unternehmen wollen weniger Arbeitskräfte einstellen.

DIHK-Umfrage

Trübe Aussichten

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DIHK-Umfrage: Unternehmen blicken sorgenvoll auf Konjunktur und investieren weniger. Die Suche nach Fachkräften bleibt ein Problem.

Es ist ein deutliches Alarmsignal, das der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit seiner jüngsten Konjunkturumfrage aussendet. Viele Unternehmen rechnen mit einem Abschwung oder einer deutlichen Eintrübung der Konjunktur. „Seit der weltweiten Finanzkrise vor zehn Jahren haben wir nicht mehr so pessimistische Rückmeldungen von den Unternehmen bekommen,“ sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer bei der Vorstellung der Herbstumfrage des Spitzenverbandes unter 28.000 Unternehmen. „Gerade in der Industrie verschlechtern sich die Lage und die Erwartungen erheblich“, so Schweitzer weiter. Die Abkühlung schlage inzwischen auch auf industrienahe Dienstleister und Großhändler durch.

Als Konsequenz korrigiert der DIHK die Prognosen für das laufende und das kommende Jahr deutlich nach unten. Hatte der Verband im vergangenen Herbst noch ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,7 Prozent für 2019 vorhergesagt, geht er nun nur noch von 0,4 Prozent aus. Für das kommende Jahr rechnet der DIHK mit 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum, wobei 0,4 Prozent auf sogenannte „Kalendereffekte“ zurückzuführen sind. Rechnet man Sonderfaktoren hinaus, bliebe unterm Strich nur noch eine Miniwachstum von 0,2 Prozent übrig. Würden Einzelhandel, Tourismus und Bauwirtschaft nicht auf stabile Geschäfte blicken, müsste die Prognose noch deutlich negativer ausfallen.

Auch so zeigt sich der DIHK deutlich pessimistischer als die Bundesregierung. Diese rechnet mit einem Wachstum von 0,5 Prozent im laufenden und 1,0 Prozent im kommenden Jahr.

Vor allem das Auslandsgeschäft bereitet Sorge. „In normalen Zeiten haben wir eigentlich ein durchschnittliches Exportwachstum von 5,5 Prozent“, sagte Schweitzer. „Für 2020 rechnen wir bei den Ausfuhren im besten Fall mit einer Stagnation.“ Wachsender Protektionismus, eskalierende Handelskonflikte und der Brexit würden ihre Spuren hinterlassen. „Fast jedes zweite Exportunternehmen bezeichnet mittlerweile die schleppende internationale Nachfrage als Risiko für die künftige Geschäftsentwicklung“, so Schweitzer.

Die trüben Aussicht sorgen dafür, dass Unternehmen weniger investieren. Zum fünften Mal in Folge sind ihre Investitionsabsichten gesunken. Wenn noch investiert wird, dann vor allem in die Bereiche Ersatzbedarf, Rationalisierung und Umweltschutz. In die Ausweitung von Kapazitäten hingegen investieren nur 26 Prozent der befragten Unternehmen. Vor allem mittelgroße und große Unternehmen treten auf die Investitionsbremse. Auch die Einstellungsabsichten sind rückläufig. Gleichwohl sieht der DIHK den Fachkräftemangel nach wie vor als größtes Geschäftsrisiko an.

Präsident Eric Schweitzer forderte die Bundesregierung auf, angesichts der „besorgniserregenden Lage“ entschieden gegenzusteuern. „Unser Land muss ins Handeln kommen“, forderte er. „Ich darf daran erinnern, dass die letzte Unternehmenssteuerreform mehr als 10 Jahre zurückliegt.“ Schweitzer forderte einen „international wettbewerbsfähigen Unternehmensteuersatz von 25 Prozent“ sowie die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlages. Außerdem müsse Deutschland in die Modernisierung seiner Infrastruktur sowie in die Digitalisierung investieren.

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