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Sondersitzung bei UniCredit

Tritt Profumo zurück?

Der Chef der italienischen Großbank UniCredit, zu der auch die deutsche HypoVereinsbank gehört, könnte bei einer für Dienstagabend angesetzten Sondersitzung des Aufsichtsrats zurücktreten.

Der 53-jährige Alessandro Profumo ist wegen einer umstrittenen Anteilsaufstockung vonseiten Libyens bei der Bank unter Druck geraten. Dies berichteten italienische Medien am Dienstag unter Berufung auf bankinterne Quellen.

UniCredit bestätigte bisher nur die für 18.00 Uhr angesetzte Aufsichtsratssitzung, in der es um «Entscheidungen im Hinblick auf die Verwaltung und Direktion sowie Beziehungen mit dem Topmanagement» gehen solle, wie ein Sprecher mitteilte.

Die italienische Wertpapieraufsicht (Consob) hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass Tripolis seinen Anteil an UniCredit um 0,5 Prozent erhöht habe. Damit sei die staatliche Investmentgesellschaft «Libyan Investment Authority» (LIA) nun mit 2,59 Prozent an UniCredit beteiligt.

Da auch die Notenbank des von dem umstrittenen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi regierten Landes knapp fünf Prozent an der Bank halte, belaufe sich die von Tripolis kontrollierte Quote auf insgesamt über 7,2 Prozent. Die Consob schloss eine weitere Erhöhung nicht aus. Tripolis war im Oktober vor zwei Jahren auf dem Höhepunkt der Finanzkrise bei UniCredit eingestiegen.

Die Beteiligung wird nicht nur von zahlreichen Politikern in Italien kritisiert, die eine zu starke Einflussnahme des libyschen Staatschefs befürchten. Nach italienischen Medienberichten vom Dienstag forderten nun auch die italienische Zentralbank, die Aktienfonds der Großbank sowie der Aufsichtsratspräsident von UniCredit, Dieter Rampl, und die beteiligte Allianz eine Erklärung. Die italienische «Banca Centrale» hatte in der vergangenen Woche noch beruhigt, es handele sich bei dem libyschen Engagement um eine reine Investition ohne politischen Hintergrund. (dpa)

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