Tiktok-Chef Mayer verlässt das Unternehmen.
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Tiktok-Chef Mayer verlässt das Unternehmen.

Abschied nach wenigen Wochen

Tiktok-Chef Mayer tritt zurück und verlässt das Unternehmen

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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Inmitten des massiven Drucks der US-Regierung auf die Videoplattform Tiktok ist deren Chef Kevin Mayer nach nur wenigen Wochen zurückgetreten. Das politische Umfeld habe sich jüngst „drastisch verändert“, begründete Mayer seinen Schritt am Mittwoch.

Daher habe er sich „schweren Herzens entschlossen, das Unternehmen zu verlassen“. Auch Tiktok verwies auf die „politische Dynamik“.

Die vor allem bei Jugendlichen populäre Videoplattform gehört zum chinesischen Bytedance-Konzern; US-Präsident Donald Trump verdächtigt Tiktotk der Spionage für die Regierung in Peking und droht mit einem Verbot. Vor diesem Hintergrund habe sich seine Aufgabe als Tiktok-Chef völlig verändert, schrieb Mayer in einem Brief an die Beschäftigten. Eigentlich sollte er das gesamte Unternehmen führen - nun dränge die US-Regierung auf einen Verkauf der Geschäfte in den Vereinigten Staaten.

Tiktok reicht Klage wegen Trump-Entscheidung ein

Mayer war erst seit dem 1. Juni Chef von Tiktok. Zuvor war er verantwortlich für Disneys Streamingdienste. Bei dem US-Unterhaltungskonzern führte er Hulu, ESPN+ und Disney+. Tiktok zeigte in einer Stellungnahme Verständnis für Mayers Abschied. Die politischen Entwicklungen der vergangenen Monate hätten seine künftige Rolle „erheblich verändert“.

Die Videoplattform hatte am Montag Klage bei einem Bundesgericht in Kalifornien gegen das Anfang August von Trump unterzeichnete Dekret eingereicht, das auf ein Verbot von Tiktok ab Mitte September hinausläuft. Der US-Präsident hat als Begründung für sein Vorgehen eine angebliche Gefährdung der nationalen Sicherheit durch Bytedance und Tiktok genannt. Demnach könnten mit Hilfe der App Bewegungsprofile von Bundesbeamten erstellt und Firmen ausspioniert werden. Bytedance und Tiktok bestreiten, Nutzerdaten an die chinesische Regierung weiterzugeben.

Tektonik entstand 2017 durch die Zusammenlegung mit der Mitsing-App Musical.ly, die mit einer Lippensynchronisierungsfunktion für selbstgedrehte Videos erfolgreich wurde. Die Nutzer können 15 bis 60 Sekunden lange Videos erstellen: In den Clips wird getanzt, es finden sich Parodien, Sketche und viele Schönheitstipps. Mithilfe künstlicher Intelligenz ermittelt die App Vorlieben der Nutzer und schlägt ihnen immer weitere Videos vor. (afp)

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