Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kommentar zum Frauengipfel

Tiefpunkt

  • VonKatja Tichomirowa
    schließen

Kreativ sollten sie werden, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Dax-Konzernen beim letzten Gipfel zur Frauenförderung aufgegeben, sonst würde sie es. Die Konzerne waren es nicht.

Kreativ werden müsste sie nun, denn das Ergebnis des zweiten Gipfels zur Erhöhung des Frauenanteils in den Führungspositionen der 30 Dax-Konzerne ist so unbefriedigend wie das letzte. Herausgekommen ist nichts – außer dem vagen Versprechen, über die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten und Vorständen nachzudenken.

Für Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) markiert dieser Gipfel einen weiteren Tiefpunkt ihres Wirkens als Frauenministerin. Im Bemühen, der Wirtschaft entgegenzukommen, ersann sie die kaum mehr darstellbare Flexiquote, eine „gesetzliche Verpflichtung zur Selbstverpflichtung“. Die Quadratur des Kreises war den Dax-Vorständen offenbar zu kreativ.

Gescheitert ist Schröder allerdings nicht nur an sich selbst. Ursula von der Leyen (CDU) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), die ihr beim Gipfel sekundieren sollten, dachten nicht daran. Vor allem von der Leyen hat eigene Pläne. Sie will die Frauenquote jetzt, und sie hat gute Gründe.

Der Fachkräftemangel ist keine vage Drohung mehr, er ist längst Realität, und Deutschland wird im internationalen Wettbewerb auf das Potenzial einer Hälfte seiner Bevölkerung nicht verzichten können. Versuche mit freiwilligen Selbstverpflichtungen hat von der Leyen zudem schon hinter sich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare