Australien

Thyssen-Krupp hofft auf U-Boot-Deal

Die Entscheidung über den Auftrag für australische U-Boote naht. Es geht um mehrere Milliarden Euro. Neben Thyssen-Krupp hoffen französische und japanische Firmen auf den Deal.

Der auch von ThyssenKrupp umworbene Milliardenauftrag für australische U-Boote geht in die entscheidende Phase. Am Dienstag begann nach Informationen der Zeitung „Australian“ der Sicherheitsausschuss des Kabinetts mit den abschließenden Beratungen. Die Entscheidung könne in den nächsten zwei Wochen fallen, spekulierten Medien. Dann will Regierungschef Malcolm Turnbull Neuwahlen ausrufen. Der Auftrag, der tausende Arbeitsplätze schaffen soll, wäre für Turnbull ein willkommenes Wahlkampfthema.

Ein Beraterstab habe dem Ausschuss einen klaren Favoriten benannt, berichtete der Sender Sky News. Neben ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) haben sich der staatliche französische Schiffbaukonzern DCNS und ein japanisches Konsortium mit Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries um den Auftrag beworben. Australien will zwölf neue U-Boote bauen lassen. Der Wert des Auftrags liegt bei rund 50 Milliarden australischen Dollar – 35 Mrd Euro. Für ThyssenKrupp wäre es einer der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte.

Die USA sollen sich nach Medienspekulationen für einen Deal mit Japan eingesetzt haben. Die Wochenzeitung „The Saturday Paper“ schrieb dagegen gerade: „Es sieht so aus, als ob Australiens neues U-Boot „das boot“ wird.“ „das boot“ – in Anlehnung an den Film von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1981 – war auf deutsch geschrieben. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare