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Der Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp, Ekkehard Schulz. (Archivbild)
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Der Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp, Ekkehard Schulz. (Archivbild)

Größter deutscher Stahlhersteller

Thyssen-Krupp baut 20.000 Jobs ab

Der von der Wirtschaftskrise schwer betroffene größte deutsche Stahlhersteller Thyssen-Krupp steht vor weiteren Einschnitten. Die Zahl der Beschäftigten soll um 20.000 auf 167.000 sinken.

Essen. Der von der Wirtschaftskrise schwer betroffene größte deutsche Stahlhersteller Thyssen-Krupp steht vor weiteren Einschnitten. Im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 (30.9.) solle sich die Zahl der Beschäftigten um 20.000 auf 167.000 verringern.

Das sagte Vorstandschef Ekkehard Schulz laut Redemanuskript auf der Bilanz-Pressekonferenz der Dax-Gesellschaft in Essen. Der Großteil des Rückgangs basiert auf Verkäufen von Geschäftsfeldern. Zudem will der Konzern 5.000 Stellen durch einen Umbau der Verwaltung streichen.

Dem sollen 3.000 Einstellungen vor allem in den neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA gegenüber stehen. Auch die erfolgreiche Aufzug-Sparte Elevator suche neue Mitarbeiter. Die Aktie reagierte kaum auf die Ankündigung.

Der Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 tief in die Verlustzone gerutscht. Thyssen-Krupp hatte Mitte November bereits seine Geschäftszahlen vorgelegt. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von knapp 1,9 Milliarden Euro. Vier der fünf Konzernsparten wiesen einen Verlust aus, lediglich die Aufzugsparte Elevator steigerte den Gewinn.

Ein Jahr zuvor, kurz vor der weltweiten Wirtschaftsflaute, hatte Thyssen-Krupp noch einen Überschuss von rund 2,3 Milliarden Euro erzielt. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um knapp 13 Milliarden auf 40,6 Milliarden Euro.

Dennoch will der Konzern seinen Aktionären eine Dividende von 30 Cent je Aktie zahlen (Vorjahr: 1,30 Euro). Der Aufsichtsrat habe dem in seiner Sitzung am Donnerstag zu gestimmt, teilte das Unternehmen mit.

Dank des drastischen Sparkurses erwartet der Vorstand im laufenden Jahr wieder einen Gewinn. Er peilt einen um Sondereffekte bereinigten Vorsteuergewinn in "niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe" an. Der Umsatz soll hingegen bestenfalls stagnieren. Die wirtschaftliche Entwicklung sei fragil, sagte Konzernchef Schulz.

Frühestens 2012 solle das Niveau von 2008 wieder erreicht werden. Für 2010 bleibe das Risiko eines temporären Rückschlags. Zum 1. Oktober dieses Jahres hatte der Konzern einen grundlegenden Umbau durchgesetzt. Allein dadurch sollen nachhaltig 800 Millionen Euro eingespart werden. Insgesamt will der Vorstand vom Geschäftsjahr 2010/11 an die Kosten um bis zu zwei Milliarden Euro drücken.

Zudem trennt sich der ThyssenKrupp von Unternehmensteilen. Zuletzt hatte der Konzern den Verkauf seiner Gerüstbau-Tochter Safway an den US-Finanzinvestor Odyssey bekannt gegeben. Im Oktober gelang der Verkauf der Industrieservice-Sparte mit rund 9.000 Vollzeitstellen an den Frankfurter Industrie- und Immobiliendienstleister Wisag.

Außerdem zieht sich der Konzern weitgehend aus dem Handelsschiffbau zurück. Dagegen stoppte der Konzern den Verkauf der Dienstleistungstochter Xervon. Auch bei der verlustreichen Edelstahlsparte hat Thyssen-Krupp die Partnersuche aufgegeben und will den Bereich nun allein weiter betreiben. Ende September hatte ThyssenKrupp noch 187.000 Beschäftigte, rund 12.000 weniger als ein Jahr zuvor. (dpa)

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