Brandenburg, Grünheide: Blick über die Baustelle der Tesla Gigafactory
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Brandenburg, Grünheide: Blick über die Baustelle der Tesla Gigafactory

Baustelle in Brandenburg

Tesla zahlt Wasserrechnung: Wasser auf Tesla-Baustelle läuft wieder

Der US-Autobauer Tesla hatte seine Wasserrechnung für die Fabrik-Baustelle im brandenburgischen Grünheide nicht bezahlt - daraufhin wurde wie bei jedem säumigen Verbraucher die Versorgung abgeklemmt. Das zeigte Wirkung.

Die Wasserversorgung auf der Fabrik-Baustelle des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin ist nach einem Tag Pause wieder angelaufen. „Die Zahlung ist eingegangen und die Kollegen sind unterwegs, um die Sperrung aufzuheben“, sagte die Sprecherin des Wasserverbands Strausberg-Erkner, Sandra Ponesky, am Freitag auf Anfrage. Der Verband hatte das Wasser am Donnerstag abgestellt, weil das Unternehmen trotz mehrfacher Mahnung die Rechnung nicht bezahlt habe. Tesla hatte sich dazu nicht geäußert.

Unterdessen sind die Vorbereitungen für die Wasserversorgung der Fabrik in vollem Gange. Die geplante Fabrik nahe Berlin soll rund 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr verbrauchen. „Wir müssen sie an unser vorhandenes Netz anschließen“, sagte Ponesky der Deutschen Presse-Agentur. Das Netz verlagere sich wegen des Großabnehmers Tesla in den Süden. Die Genehmigungen verschiedener Behörden und Grundstücksfragen stünden noch aus.

Die größte Herausforderung beim Bau der Wasserleitungen ist nach Angaben des Wasserverbands das Schmutzwasser, das nach Erkner geleitet werden soll. Das Trinkwasser soll aus Freienbrink kommen. Wann der Bau der Wasserleitungen beginnen kann, ist bisher offen. „Die reine Bauzeit sind zwei bis drei Monate“, sagte die Sprecherin. Tesla unterzeichnete kürzlich den Vertrag zur Wassererschließung, in dem es um Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für die erste Ausbaustufe der Fabrik geht. Der Autobauer hatte seinen prognostizierten Wasserverbrauch in der Spitze nach Kritik von 3,3 Millionen auf rund 1,4 Millionen Kubikmeter im Jahr gesenkt. Der Verbrauch soll bei einem Ausbau nach den Plänen steigen. Im Entwurf für den geänderten Bebauungsplan der Gemeinde Grünheide heißt es: „Perspektivisch müssen zusätzliche 2,15 Millionen Kubikmeter pro Jahr bereitgestellt werden. Dabei sind weitere Kapazitäten zu erschließen.“ Langfristig sei sogar eine Versorgung mit weiteren 15,3 Millionen Kubikmeter pro Jahr möglich.

In Grünheide will Tesla vom kommenden Sommer an Elektroautos herstellen. In einer ersten Stufe sind 500 000 Elektroautos pro Jahr mit rund 12 000 Mitarbeitern geplant. Umweltschützer und Anwohner befürchten negative Folgen für Natur und Grundwasser durch den Bau. Die umweltrechtliche Genehmigung für das Projekt durch das Land Brandenburg steht aus, Tesla baut aber mit vorläufigen Genehmigungen für einzelne Bauschritte. (dpa)

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