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Riesenbatterie Tesla in Australien
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In der australischen Küstenstadt Adelaide betreibt „Tesla“ bereits seit 2017 eine Riesenbatterie zur Stromspeicherung (Archivbild).

Energiewirtschaft

Tesla baut Riesenbatterie in Texas: Elon Musk auf dem Weg zum Stromanbieter

  • vonJoel Schmidt
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In Texas baut eine „Tesla“-Tochtergesellschaft eine Riesenbatterie. Damit könnte Elon Musk den Einstieg in die Energiewirtschaft einläuten und hohe Gewinne erzielen.

  • Im US-Bundesstaat Texas kommt es Ende Februar zu massiven Stromausfällen.
  • Ein Tochterunternehmen von „Tesla“-Gründer Elon Musk baut nun eine Riesenabatterie im Süden der USA.
  • Elon Musk-News: Alle Neuigkeiten zu Elon Musk auf unserer Themenseite.

Angelton – Ein Kälteeinbruch im US-Bundesstaat Texas führte jüngst zu großflächigen Stromausfällen und Problemen bei der Trinkwasserversorgung. Nun macht sich ein Tochterunternehmen von Elon Musks Firma „Tesla“ daran in der Nähe der Metropole Houston eine Riesenbatterie mit einer Leistung von mehr als 100 Megawatt zu bauen, in der sich durch Wind und Sonne erzeugter Strom speichern lässt. Das Unterfangen gilt als ein Schritt des Milliardärs um, einen Fuß in die Energiewirtschaft des Bundesstaates zu bekommen, berichtet „Blommber“.

Im Zuge des Wetter-Chaos waren Ende des vergangenen Monats zeitweise bis zu vier Millionen Menschen in Texas von der Stromversorgung abgeschnitten, selbst Flughäfen und Krankenhäuser waren von den Stromausfällen betroffen. Harsche Kritik wurde im Zuge dessen an der im Bundesstaat regierenden Republikanischen Partei und dem texanischen Senator Ted Cruz geübt. Der Vorwurf: Wetterwarnungen im Vorfeld seien nicht ernst genommen worden, darüber hinaus hätten die politischen Verantwortlichen die dringend notwendige Modernisierung des Stromnetzes verschleppt.

Nach Stromausfällen in Texas: Abfällige Äußerungen von „Tesla“-Gründer Elon Musk

Die Riesenbatterie der „Tesla“-Tochtergesellschaft soll laut „Bloomberg“ derzeit in der texanischen Kleinstadt Angelton entstehen und an ein Stromnetz angeschlossen werden, das im Zuge des Kälteeinbruchs im vergangenen Monat beinahe zusammengebrochen war. An einem heißen Sommertag soll es künftig knapp 20.000 Haushalte mit Strom versorgen können. Auch wenn das Unternehmen bislang Medienanfragen zu dem Projekt unbeantwortet ließ, vermutet ein Sprecher des „Electric Reliability Council of Texas“ (ERCOT), dass die Anlage bereits Anfang Juni in Betrieb gehen könnte.

Name: Elon Reeve MuskGeboren: 28. Juni 1971 (49 Jahre)
Reinvermögen: 200 Milliarden US-Dollar (Februar 2021)Geburstort: Pretoria, Südafrika
Firmen: Tesla, SpaceX, PayPal Wohnort: Austin, Texas

Als unabhängige Non-Profit-Organisation ist „Ercot“ für die Gewährleistung der Stromversorgung von über 26 Millionen Texaner:innen verantwortlich. Angesichts der großflächigen Stromausfälle in Folge des Kälteeinbruchs verhöhnte Elon Musk, der erst kürzlich selbst nach Texas gezogen ist, auf Twitter deren Arbeit. „Ercot“ verdiene das „R“ für „reliabality“ (deutsch: Verlässlichkeit“) in seinem Namen nicht, schrieb der Milliardär.

„Tesla“-Gründer Elon Musk bei einer Rede im texanischen Kapitol im Jahr 2013.

Elon Musks Riesenbatterie in Texas: „Tesla“ auf dem Weg zum Stromversorger?

Der Bau der Riesenbatterie stellt neben einer neuen „Tesla“-Fabrik in Austin bereits das zweite Großprojekt dar, welches der 49-jährige Musk derzeit in dem Bundesstaat verfolgt. Überraschend kommt sein Vorstoß in die Energiewirtschaft dabei keineswegs. Bereits bei der Vorstellung der „Tesla“-Konzernergebnisse im Sommer vergangenen Jahres hatte er verkündet: „Langfristig wird unser Energiebereich die gleiche Beudeutung bekommen wie unsere Autoproduktion.“

Dabei dürfte Elon Musks Umtriebigkeit in Texas nicht alleine Teil des philanthropisch anmutenden Mottos des Unternehmens, „den weltweiten Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen“, sein. Mit einer Riesenbatterie dieses Ausmaßes dürften sich im richtigen Moment nämlich auch riesige Gewinne erzielen lassen. Das Geschäftsmodell ist laut „Bloomberg“ relativ simpel: So könnte die „Tesla“-Tochtergesellschaft etwa überschüssigen Strom bei niedrigen Preisen und niedriger Nachfrage in der Batterie einspeichern und ihn bei einem Anstieg von Preis und Nachfrage mit entsprechenden Gewinnen wieder zurück an das Stromnetz verkaufen. (Joel Schmidt)

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