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Tesla in Grünheide: Profit für Wenige

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Von: Baha Kirlidokme

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Die Tesla-Gigafabrik von Elon Musk in Grünheide verspricht mehr als sie halten kann. Ein Kommentar von Baha Kirlidokme.

Narrenfreiheit für Comicbuchkapitalisten, so lautet neuerdings das Motto in Grünheide. Denn die neue Teslafabrik verspricht mehr, als sie halten kann. Die Befürworter:innen des Prestigeprojekts von Milliardär Elon Musk argumentieren, die Gigafabrik stärke den Osten. Sorge für angeblich notwendigen Wettbewerb, mache die Region attraktiv für Investitionen und schaffe neben den geplanten 12 000 Arbeitsplätzen noch zahlreiche weitere. Dieser Multiplikatoreffekt ist nicht von der Hand zu weisen, zumindest in der Theorie. Denn wie so oft in der Marktwirtschaft klaffen Utopie und Realität weit auseinander.

Natürlich werden sich in Zukunft Unternehmen mit neuen Arbeitsplätzen in Ostdeutschland ansiedeln. Das zeigen der Chipboom in Sachsen und die geplante Intel-Fabrik in Sachsen-Anhalt. Die Gewinne werden allerdings die CEOs und Aktionär:innen einfahren. Dass diese ihren Wohlstand teilen werden mit den Arbeiter:innen oder den Gemeinden, die für Tesla beide Augen zudrücken, geht es um Umweltauflagen oder Genehmigungen, ist zweifelhaft. Auch die IG Metall zeigt sich beim Thema Arbeitsbedingungen unter Gewerkschaftsfeind Musk zurecht skeptisch.

Mit Blick auf das Brachland, das die Treuhand nach dem Mauerfall im Osten übrig gelassen hat, verdienen die Menschen dort eine Chance. Aber nicht, indem man Musk Narrenfreiheit gewährt.

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