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Autovermieter Hertz will 100.000 Teslas bestellen – Trotz Insolvenzverfahren

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Von: Vincent Büssow

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Tesla Model 3 Autos vor einer Gigafactory.
Schon im November will der Autovermieter Hertz das Tesla Model 3 im Angebot haben (Archivbild). © Ding Ting/dpa

Der Autovermieter Hertz will 100.000 Elektroautos von Tesla bestellen. Hohe Ambitionen für ein Unternehmen, das ein frisches Insolvenzverfahren hinter sich hat.

New York – Der Autovermieter Hertz plant 100.000 Elektroautos von Tesla in seine Flotte aufzunehmen. Dies meldete das Unternehmen am Montag (25.10.2021). Die Vorhaben des Konzerns aus den USA gehen allerdings weit über diese Ankündigung hinaus.

Vergangenes Jahr sah die Zukunft des Autovermieters noch ganz anders aus. Die Hertz Corporation hatte in den USA und in Kanada Insolvenz angemeldet. Im Juni 2021 endete das Verfahren positiv für das geschwächte Unternehmen, das jetzt wieder bei den ganz großen mitspielen möchte. Bis Ende des Jahres 2022 will Hertz 100.000 Elektroautos von Tesla bestellen sowie eine neue Lade-Infrastruktur aufbauen. Nach eigener Angabe will Hertz damit die größte Elektroauto-Flotte in den USA und eine der größten weltweit aufbauen.

Hertz: Tesla Model 3 soll in Europa und den USA angeboten werden

Bereits Anfang November sollen Kunden die Möglichkeit haben ein Tesla Model 3 bei Hertz zu mieten. Dieses Angebot bezieht sich sowohl auf die Vereinigten Staaten, als auch ausgewählte Städte in Europa, wobei das Unternehmen nicht deutlich macht, um welche es sich dabei handelt. Auch die angekündigten „tausende von Ladesäulen“ beziehen sich auf beide Kontinente, wenn auch voraussichtlich nur auf die Standorte des Autovermieters. Tesla-Mieter sollen allerdings aber auch Zugriff auf die Supercharger des Unternehmens von Elon Musk haben.

Als Grund für den massiven Ausbau nennt Hertz die steigende Bereitwilligkeit von Kunden, auf Elektroautos umzusteigen: „Elektrische Fahrzeuge sind jetzt Mainstream, und wir haben gerade erst begonnen, die steigende globale Nachfrage und das Interesse zu sehen“, sagte der Übergangs-Geschäftsführer des Konzerns, Mark Fields, im Rahmen der Ankündigung. Bereits seit 2011 hat Hertz Elektroautos im Angebot. Die Tesla-Bestellung soll den Anteil strombetriebener Fahrzeuge im Unternehmen nach eigenen Angaben auf 20 Prozent erhöhen.

Tesla-Bestellung: Hertz zeigt sich vorsichtig nach Insolvenz

Dass diese Ambitionen hoch sind für ein Unternehmen, dass vor Kurzem noch insolvent war, weiß Hertz wohl auch selbst. Die sogenannten „vorausschauenden Aussagen“ der Mitteilung sind demnach keine Garantien und hängen sowohl von der Logistik der Tesla-Bestellung, als auch der wirtschaftlichen Zukunft von Hertz ab.

Währenddessen gibt es auch für den Elektroauto-Hersteller selbst neue Rückschläge: Die Tesla Gigafactory könnte an Umweltverbänden scheitern. (vbu)

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