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Der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Michael Macht, feiert einen Teilerfolg im VW-Streit.
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Der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Michael Macht, feiert einen Teilerfolg im VW-Streit.

Ermittlungen zu VW

Teilerfolg für Porsche

Porsche feiert einen ersten Teilerfolg im Streit um den Einstieg bei VW: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat die Ermittlungen teilweise eingestellt. Der Hauptverdacht besteht jedoch weiter.

Von Anna Sleegers

Etappensieg für den wegen der gescheiterten VW-Übernahme unter Verdacht geratenen Sportwagenbauer Porsche: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat die Ermittlungen in zwei Nebenaspekten eingestellt. Der Hauptverdacht, den Kurs der VW-Aktie durch Optionsgeschäfte manipuliert zu haben, besteht jedoch weiter. Gegen Jahresende werden erste Zwischenergebnisse erwartet, die auch den Ausgang der wirtschaftlich weitaus gewichtigeren Klage beeinflussen, die eine Gruppe New Yorker Hedgefonds in den USA eingereicht hat.

Dafür, dass Porsche den Markt zu spät über den Rücktritt von Vorstandschef Wendelin Wiedeking und Finanzchef Holger Härter unterrichtete, fanden die Ermittler keine Anhaltspunkte. Vor dem 23. Juli 2009, dem Tag als die Personalie in einer Adhoc-Mitteilung publik gemacht wurde, habe für das Unternehmen und die beteiligten Manager „keine hinreichende Wahrscheinlichkeit“ für das Ausscheiden bestanden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Auch der gegen Härter erhobene Vorwurf der Weitergabe von Insiderinformationen wurde fallengelassen. Der Verdacht war entstanden, weil sich Claus Schmiedel, SPD-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag, in einem Interview über die Ertragssituation des Sportwagenherstellers geäußert hatte.

Vor gut zwei Jahren hatte Porsche versucht, durch den heimlichen Kauf von Aktienoptionen eine 75-Prozent-Beteiligung an VW zu erreichen. Gleichzeitig hatten Hedgefonds mit massiven Leerverkäufen auf Kursverluste für VW gewettet. Die überraschende Nachricht, dass sich der Sportwagenbauer Zugriff auf fast alle am Markt erhältlichen VW-Aktien gesichert hatte, bescherte den Hedgefonds Milliardenverluste. Mit großer Spannung wird jetzt erwartet, ob sich der Verdacht der Staatsanwälte erhärtet, dass Porsche eine marktbeherrschende Stellung bei VW-Aktien zur Kursmanipulation genutzt hat. ( )

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