Baugewerbe

Tarifverhandlungen für Baugewerbe verzögern sich weiter

 Die Tarifverhandlungen für die rund 850 000 Beschäftigten im deutschen Baugewerbe verzögern sich wegen der Corona-Pandemie weiter.

Die Gespräche zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft IG BAU, die an diesem Dienstag hätten beginnen sollen, wurden auf den 19. Mai verschoben. Die Tarifpartner reagierten damit auf die geltenden Kontaktbeschränkungen, erklärte der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes in Berlin. „Es besteht die Erwartung, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens bis zum neu angesetzten Verhandlungsbeginn die Durchführung von Gesprächen wenigstens in einem kleinen Personenkreis ermöglicht.“

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie die IG BAU hatten bereits den Auftakt der Verhandlungen am 19. März abgesagt und damals den Start für den April ins Auge gefasst. Als weitere Termine wurden nun der 4. und 25. Juni vereinbart.

Die IG BAU hatte 6,8 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten am Bau gefordert, mindestens aber 230 Euro monatlich. Zusätzlich müsse über ein Wegegeld gesprochen werden, mit dem die Anreisezeit zu den wechselnden Baustellen ausgeglichen werden soll. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen strikt abgelehnt. (dpa)

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