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Neues Windrad soll 18.000 Haushalte mit Strom versorgen

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Die neuen Windräder von Siemens Gamesa sollen 18.000 Haushalte pro Tag mit Strom versorgen können - und sollen dank speziellem Kunstharz auch noch recycelbar sein.

Aalborg – Mehr Strom und weniger Müll – die neuen Windräder des Konzerns Siemens Gamesa versprechen viel für Mensch und Umwelt. So soll das neue Super-Windrad im Durchschnitt 18.000 Haushalte mit Strom versorgen können. Möglich wird das durch die Leistung des Windrades von 14 Megawatt. Es sollen sogar 15 Megawatt möglich sein. Zum Vergleich: Ein Windrad mit einer Leistung von sechs Megawatt kann etwa 3500 Haushalte für ein Jahr mit Strom versorgen. Doch Windräder können auch eine Bedrohung für Tiere* sein.

Die neuen Windräder, die für den Offshore-Betrieb gedacht sind, sind echte Riesen: Ihre Rotoren decken mit einem Durchmesser von 236 Metern eine Windfläche von 43.500 Quadratmeter ab, gibt Siemens Gamesa an. Die Rotoren werden in einem Stück gefertigt, wie ein Video des Konzerns auf Twitter zeigt. Doch es gibt sogar Windräder, die ganz ohne Rotorblätter auskommen, wie die Windräder des spanischen Start-ups Vortex Bladeless.

Windräder wichtig für Energiewende: Siemens Gamesa verwendet recycelbares Kunstharz für Rotoren

Hergestellt werden die Rotoren in einer Fabrik von Siemens Gamesa im dänischen Aalborg. Rotorblätter bestehen häufig aus faserverstärktem Kunststoff. Recycling und Entsorgung von solchen Kunststoffen ist sehr aufwendig und nicht alle Komponenten lassen sich vollständig wiederverwerten. Siemens hat sich deshalb für seine neuen Windräder mit der Bezeichnung SG 14-236 DD etwas einfallen lassen.

Das Unternehmen verwendet für seine neuen Windräder ein spezielles Kunstharz. Wenn die Windräder nach etwa 25 Jahren am Ende ihrer Betriebszeit sind, lassen sich die Bestandteile dieses Harzes voneinander trennen. So ist es laut Angaben des Konzerns möglich, die Rotorblätter fast vollständig zu recyceln.

Windkraft Windräder grüne Energie
Windräder liefern grüne Energie, sind aber nicht immer gut für die Umwelt. Daher hat der Konzern Siemens Gamesa recycelbare Rotorblätter entwickelt. (Symbolfoto) © Julian Stratenschulte/dpa

Laut Angaben von Siemens soll mit der Serienproduktion des neuen Windrades im Jahr 2024 begonnen werden. Ein Prototyp soll bereits Ende dieses Jahres (2022) auf der dänischen Insel Jütland auf dem Windkraftanlagen-Testfeld Østerild in Betrieb gehen. (ter) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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