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Ceres: Stroh im Karton

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Von: Tobias Schwab

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Moritz Lenhardt hat gemeinsam mit Ilker Yenice, Dominik Dostert und Johannes Weber Ceresgegründet, um Pakete nachhaltiger auf den Weg zu bringen. Ihre Innovation: Füllmaterial aus Stroh.
Moritz Lenhardt hat gemeinsam mit Ilker Yenice, Dominik Dostert und Johannes Weber Ceres gegründet, um Pakete nachhaltiger auf den Weg zu bringen. Ihre Innovation: Füllmaterial aus Stroh. © Ceres

Die Frankfurter Rundschau präsentiert die Nominierten des Hessischen Gründerpreises 2022 in Kurzinterviews: Moritz Lenhardt hat gemeinsam mit Ilker Yenice, Dominik Dostert und Johannes Weber das Start-up Ceres gegründet. Sie sind Finalisten in der Kategorie Gründung aus der Hochschule.

Wer braucht Sie?
Wir von Ceres haben ein vollständig kompostierbares Füllmaterial für den Paketversand entwickelt. Die Hauptkomponente ist Stroh, ein Reststoff der Getreideernte. Es bleiben jährlich circa zehn Millionen Tonnen Stroh allein in Deutschland praktisch ungenutzt. Durch das Upcycling des Strohs kann vor allem der E-Commerce auf die nachhaltigere Alternative zurückgreifen.

Warum haben Sie gegründet?
Jährlich werden weltweit rund 131 Milliarden Pakete versendet. Mit jeder Sendung fällt eine Menge Verpackungsmüll an, der unsere Umwelt immer stärker belastet. Wir wollen diesen Zustand nicht hinnehmen und den immer weiter ansteigenden Konsum zumindest nachhaltiger gestalten.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?
Bislang finanzieren wir uns über Stipendien, wie das Hessen Ideen Stipendium oder Preisgelder von Akzeleratoren wie von Futury oder Samsung.

Was war die größte Hürde?
Die größte Herausforderung war für uns, neben dem Studium zu gründen. Wenn man parallel die Masterarbeit schreibt, Werksstudent ist und ein Unternehmen aufbauen will, kommt man leider nicht so schnell voran, wie man es gerne möchte.

Wo brennt es im Betrieb?
Wir stehen immer wieder vor neuen Situationen, auf die wir uns einstellen müssen. Als Team macht uns das großen Spaß, da wir an jeder neuen Aufgabe wachsen und dazulernen. Besonders spannend ist beispielsweise gerade der Aufbau unseres Produktionsstandortes, aber auch die Pilotphase mit unseren ersten Kunden.

Was ist der große Traum?
Unserer Meinung nach kann man den größten Impact in kurzer Zeit erzielen, wenn man ein Start-up gründet und beweist, dass Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Kombination möglich sind. Da wir selbst nur einen sehr kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten, würden wir uns freuen, wenn andere durch uns inspiriert werden und mit diversen Konzepten die Welt peu à peu nachhaltiger gestalten.

Ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn wir Amazon für unser Produkt interessieren könnten ...
... dann wären wir glücklich angesichts des Impacts, den wir geschaffen hätten.

Das sagt die Jury:
„Viele gute Ideen liegen einfach auf der Straße, die von Ceres auf dem Feld: Die Gründer nutzen Stroh als Füllmaterial für den Paketversand. Eine ebenso simple wie smarte Geschäftsidee mit großem Potenzial, den Paketversand grüner zu machen.“

Partnerschaft: Die Frankfurter Rundschau unterstützt den Hessischen Gründerpreis. Bis zum Finale am 4. November in Kassel stellen wir die zwölf nominierten Gründerinnen und Gründer vor.

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