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Ryanair steht vor dem ersten harten Streiksommer.
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Ryanair steht vor dem ersten harten Streiksommer.

Ryanair

Streik muss sein

  • Frank-Thomas Wenzel
    VonFrank-Thomas Wenzel
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Die Auseinandersetzung zwischen Ryanair-Management und seinen Beschäftigten muss endlich geführt werden. Ein Kommentar.

Das Ryanair-Management steht vor einen Dauerkonflikt mit seinen Beschäftigten. Das kann für die Kunden der Airline äußerst unangenehm werden – wenn sie am Flughafen vergeblich auf den blau-gelben Flieger warten. Doch diese Auseinandersetzung muss endlich geführt werden. Ryanair konnte bislang seine Tickets billiger als die Konkurrenz anbieten. Aber auf Kosten des Cockpit- und Kabinenpersonals. 

Die Beschäftigten haben viel zu lange Scheinselbstständigkeit und Niedriglöhne akzeptiert. Viele fürchteten Repressalien. Und Nachwuchs-Piloten akzeptierten eine prekäre Beschäftigung, weil sie sich unbedingt den Traum vom Fliegen erfüllten wollten. Man kann nur hoffen, dass die Streikenden durchhalten. Das schafft bessere Arbeits- und fairere Wettbewerbsbedingungen in der Branche. 

Für Ryanair wird das bedeuten, dass das Preisniveau steigt, dass Marktanteile zugunsten von Easyjet, Eurowings oder Wizz verloren gehen. Doch das wird sich in Grenzen halten, auch weil Ryanair in ganz Europa von Betreibern kleinerer Airports nach wie vor massiv subventioniert wird.

Es handelt sich vielfach um Flughäfen, wo fast ausschließlich Maschinen der Iren starten und landen. Letztlich profitiert die Airline dort von Steuergeld – die Flughäfen gehören in der Regel der öffentlichen Hand. Hier muss die EU-Kommission endlich einschreiten. 

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