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BMW streicht Jobs

  • Thomas Magenheim-Hörmann
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6000 Arbeitsplätze fallen weg. Zusätzlich werden viele Leiharbeiter entlassen.

Nun kürzt auch BMW wegen Absatzeinbrüchen durch die Pandemie beim Personal. Ende des Jahres soll der Personalstand leicht unter Vorjahr liegen, erklärte der Konzern nach Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Im BMW-Jargon bedeutet „leicht“ fünf Prozent, was auf den Personalstand von 126 000 Beschäftigten gerechnet rund 6000 vom Abbau betroffene Stellen vor allem in Deutschland bedeutet.

Zu betriebsbedingten Kündigungen, wie sie bei Konkurrenten drohen, soll es aber nicht kommen. „Wir werden auch weiter unseren eigenen BMW-Weg gehen“, sagte Personalchefin Ilka Horstmeier. Vor allem natürliche Fluktuation und Abfindungen werden beim Abbau des Stammpersonals von hierzulande noch 88 000 Arbeitsplätzen genutzt.

Die Vereinbarungen betreffen allerdings nicht Leiharbeiter, deren Zahl bei BMW dem Vernehmen nach drastisch reduziert werden soll. Einige tausend Leiharbeiter seien bereits gestrichen worden, sagen Insider. In dieser Dimension dürfte deren Abbau auch weitergehen, heißt es. BMW beschäftigte zuletzt gut 10 000 Leiharbeiter.

„Das war keine leichte Entscheidung, es sind sehr einschneidende Maßnahmen“, erklärte Horst Lischka, der für die IG Metall im BMW-Aufsichtsrat sitzt und die Verhandlungen begleitet hat. Gleichwohl seien die Einschnitte beim Stammpersonal notwendig geworden, weil sich BMW wie alle Autohersteller wegen der Coronakrise in einer dramatischen Situation befinde und Kapazitäten reduziert werden müssten.

Das laut IG Metall über zwei Jahre laufende Sparpaket gliedert sich in mehrere Punkte. Allein altersbedingt scheiden bei BMW im Schnitt jährlich rund 5000 Beschäftigte aus, die nun nicht mehr ersetzt werden. Zudem wird Mitarbeitern nahe des Rentenalters eine Abfindung zum vorzeitigen Verlassen des Unternehmens geboten. Darüber hinaus werden junge Beschäftigte unter 25 Jahren auf Wunsch freigestellt. Sie können dann einen Meister machen oder ein Studium in einem relevanten Fachgebiet absolvieren, was mit einem Recht auf Rückkehr ins Unternehmen garniert wird.

Schnell Geld beim Personal sparen will BMW per Beendigung von Arbeitsverträgen über 40 Stunden wöchentlich, die bisher im Einvernehmen zwischen Konzern und Mitarbeitern geschlossen wurden. Diese Verträge werden komplett auf 38 Stunden reduziert. Im Vorfeld gefordert hatte das Management eine Reduzierung auf die branchenübliche Tarifarbeitszeit von 35 Wochenstunden. Das haben Betriebsrat und IG Metall in den Verhandlungen verhindert. Dem Vernehmen nach sind von der neuen Arbeitszeitregelung einige Tausend Beschäftigte betroffen, die in diesem Punkt kein Wahlrecht haben. Anders ist das bei einem tariflichen Zusatzgeld, das BMW-Beschäftigte nun freiwillig in sechs bis acht zusätzliche Urlaubstage umwandeln können.

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