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Max Strauß.

Max Strauß

Strauß vergleicht griechische Reformer mit der Stasi

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Strauß-Sohn Max poltert auf Facebook gegen griechische Politiker - und erntet dafür Lob. Der Erfolg am Internet-Stammtisch könnte ein Indikator für die Stimmung an der CSU-Basis sein.

Bisher war Max Strauß eher für seine Steueraffäre bekannt denn als einer, der sich mit der großen Politik beschäftigt.

Das ändert sich gerade auf Facebook: Dort macht der Strauß-Sohn mit Tiraden gegen Griechenlandvon sich reden.

"In Griechenland ändert sich nichts, und die EU legt unter kräftiger Beteiligung Deutschlands hundert von Milliarden ? für das Desaster hin", poltert Strauß. Weiter: "Wenn Merkel, Sarkozy und Barroso die DDR zu reformieren gehabt hätten, wäre wahrscheinlich die Stasi mit der Durchführung beauftragt worden."

Fast schon hört man Franz Josef wettern

Da hört man fast schon seinen legendären Vater Franz Josef wettern, den legendäre CSU-Vorsitzenden. Auch der nahm bekanntlich kein Blatt vor den Mund.

Der Auslöser für die Tirade war ein Artikel von Spiegel Online. In dem geht es darum, dass in Griechenland zwei bekannte Steuerfahnder zurückgetreten sind, weil sie nach eigener Aussage in ihrer Arbeit behindert wurden.

Strauß' Kommentar kommt auf Facebook gut an: Über 120 Nutzer haben seine Kritik mit "Gefällt mir" markiert, so viele Empfehlungen bekam nicht einmal der Text, auf den er sich bezieht. Dazu massenweise Kommentare.

In einer anderen Statusmeldung wird wird Strauß noch deutlicher, wieder geht es um Griechenland.

Tiraden gegen den "Saustall-Staat"

"Den Ex-Ministerpräsidenten dieses Saustall-Staats ... haben die Grünen umjubelt. Claudia Roth ist ihm sogar um den Hals gefallen ... Schämen sich die Grünen und Claudia Roth überhaupt nicht?", schreibt er. Laut "Handelsblatt" empfiehlt er der EU, eigenes Personal ins griechische Finanzministerium zu setzen, "das dort mal durchgreift".

Dass seine Äußerungen im Internet-Stammtisch Facebook so gut ankommen, spiegelt wohl zum Teil die Stimmung an der CDU/CSU-Basis wieder: Offenbar suchen viele nach einem Ventil, wegen Griechenland Luft abzulassen. Andere träumen von einer konservativ-populistischen Partei.

Wer weiß, vielleicht zieht es Max Strauß ja doch eines Tages in die Politik - das mit der Diplomatie kann er ja noch lernen.

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