Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ein Stück Voll-Nuss-Schokolade der Marke Ritter-Sport-Schokolade.
+
Ein Stück Voll-Nuss-Schokolade der Marke Ritter-Sport-Schokolade.

Schokaladen-Hersteller Ritter Sport

Stiftung Warentest weicht von Kritik nicht ab

Im Streit mit dem Schokoladen-Hersteller Ritter Sport will die Stiftung Warentest am umstrittenen Testergebnis der überprüften Nuss-Schokolade festhalten. Gegen eine mutmaßlich von dem Unternehmen erwirkte einstweilige Verfügung wolle die Organisation vorgehen.

Im Streit mit dem Schokoladen-Hersteller Ritter Sport will die Stiftung Warentest am umstrittenen Testergebnis der überprüften Nuss-Schokolade festhalten. Gegen eine mutmaßlich von dem Unternehmen erwirkte einstweilige Verfügung wolle die Organisation vorgehen, kündigte eine Warentest-Sprecherin am Freitag in Berlin an. Bisher sei die Verfügung zwar noch nicht eingetroffen, "wir haben uns aber schon jetzt festgelegt, dass wir in jedem Fall dagegen vorgehen werden, weil wir sicher sind, dass wir bei unserer Einschätzung bleiben können", sagte die Sprecherin weiter.

Ritter Sport hatte am Donnerstag mitgeteilt, das Münchner Landgericht habe die Behauptung verboten, wonach das Unternehmen chemisch hergestelltes Aroma in seiner Voll-Nuss-Schokolade verwendet. Diese Behauptung hatte die Stiftung Warentest in der vergangenen Woche aufgestellt, als sie die Testergebnisse von 26 Nuss-Schokoladen veröffentlicht hatte. Nach Auffassung der Tester führt Ritter Sport Verbraucher damit in die Irre: Auf der Schokoladen-Verpackung deklariere der Hersteller "Natürliches Aroma", in Wirklichkeit aber nutze er chemisch hergestelltes Aroma, hatten die Tester erklärt.

"Normale, emotionale Reaktion"

Ritter Sport weist dies zurück. Der Aromahersteller, mit dem das Unternehmen zusammenarbeite, habe per Garantieerklärung bestätigt, dass der genutzte Stoff "ein natürlicher Aromastoff ist, der aus Pflanzen in einem physikalischen Verfahren gewonnen wird", teilte das Unternehmen mit. Das Testresultat der Stiftung Warentest sei daher "falsch". Es verursache aber "Verunsicherung von Handel und Verbrauchern". Warentest sei es bei der Veröffentlichung der Resultate möglicherweise nur "auf eine schlagzeilenträchtige Meldung" angekommen, kritisierte Ritter Sport.

"Es ist nicht ungewöhnlich, dass Anbieter auch emotional reagieren, wenn ihr Produkt schlecht abschneidet", kommentierte die Warentest-Sprecherin die scharfe Kritik. "Wir wissen, dass jedes Ergebnis vor Gericht landen kann, daher machen wir es uns mit jedem Urteil nicht leicht.". Im Falle Ritter Sport seien die Tester überzeugt, "nichts falsch gemacht" zu haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare