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Finanzen

Steuererklärung: Diese häufigen Fehler können richtig Geld kosten

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
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Bei der Steuererklärung gilt es einige typische Fehler zu vermeiden - denn die können im schlimmsten Fall richtig Geld kosten. Ein Überblick.

Frankfurt - Eine Steuererklärung zu machen kostet meist Zeit und Nerven. Zwar ist nicht jeder verpflichtet sie jährlich abzugeben, doch auch auf freiwilliger Basis kann sich die Mühe durchaus lohnen. Oft winkt eine Rückzahlung. Der größte Fehler ist also, sie nicht zu machen. Damit die Rückzahlung vom Finanzamt zudem nicht zu klein ausfällt, gilt es einige teure Fehler zu vermeiden.

Vor allem für Laien kann die Steuererklärung schnell zu einer komplizierten Angelegenheit werden. Wann muss sie gemacht werden, was kann man alles absetzen und welche Belege sind wichtig? Mit all diesen Fragen, gilt es sich genau zu beschäftigen. Denn im Schnitt bekommen Deutsche etwa 1000 Euro vom Finanzamt zurück. Doch die Gefahr bei der Erklärung folgenschwere Fehler zu machen und dadurch Geld zu verlieren ist hoch. Die häufigsten Pannen im Überblick.

Steuererklärung: Diese Fehler können richtig Geld kosten

Ein häufiger Fehler, der am Ende richtig teuer werden kann, sind fehlende Belege für größere Ausgaben, erklärt auch die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH). Viele Menschen bezahlen handwerkliche Fachkräfte, Reinigungskräfte oder auch Au-pairs immer noch bar. Ein Fehler, denn diese Kosten können in vielen Fällen von der Steuer abgesetzt werden. Das geht allerdings nur, wenn das Geld überwiesen wurde. „Nur mit Rechnung und Überweisungsträger können Sie alle Steuervorteile in Bezug auf Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen ausschöpfen“, so der Lohnsteuerhilfeverein.

Die nächste Panne kann dann direkt im Anschluss passieren. Dann nämlich, wenn die wichtigen Belege verbummelt, vergessen oder gar weggeworfen werden. Es ist durchaus sinnvoll Belege wie Handwerkerrechnungen, Zahnarztkosten und Co. im Laufe des Jahres zu sammeln und in einem Ordner oder auch einem Schuhkarton aufzubewahren. „Denn ohne entsprechende Belege fehlen die exakten absetzbaren Beträge sowie die erforderlichen Nachweise für das Finanzamt, falls das Finanzamt nachfragen sollte“, heißt es in dem Beitrag der Vereinigten Lohnsteuerhilfe. Sortiert werden kann dann später.

Es gibt einige typische Fehler bei der Steuererklärung, die richtig Geld kosten können. (Symbolbild)

Häufige Fehler bei der Steuererklärung: Wissen, was man absetzen kann

Wenn man dann an der Steuererklärung sitzt und seine Belege sortiert, gilt es gewissenhaft vorzugehen. Es ist wichtig, dass die Ausgaben an der richtigen Stelle angegeben werden. Denn das Finanzamt streicht die falschen Angaben raus, trägt sie aber nicht wieder in die richtigen Felder ein. So kann die Rückzahlung schnell mal kleiner ausfallen als gedacht. Auch die angegebenen Bankdaten sollten besonders gründlich kontrolliert werden. Schnell fehlt eine Zahl oder die Daten sind nicht mehr aktuell und die Rückzahlung bleibt erstmal aus. Geld vom Finanzamt, mit dem man fest gerechnet hatte, kommt dann erst mit einiger Verspätung an.

Unwissenheit kann bei der Steuererklärung auch richtig Geld kosten. Es gibt viele Dinge, die steuerlich absetzbar sind. So können Mieter:innen oder Eigentümer:innen Handwerkerkosten und haushaltsnahe Dienstleistungen, wie Gartenpflege oder Hausreinigung absetzen. Die Angaben dazu finden sich in der Jahresverbrauchsabrechnung. „Bei Mietern, die in einem Mehrfamilien- bzw. Hochhaus wohnen, kann da einiges zusammenkommen“, weiß die Vereinigte Lohnsteuerhilfe.

Wichtige Fristen bei der Steuererklärung beachten: Hier kosten Fehler richtig Geld

Fristen sind bei der Steuererklärung ebenfalls ein wichtiges Thema. Da ist zum einen die Abgabefrist, die bei der Steuererklärung 2020 wegen der Corona-Pandemie verlängert wurde. Demnach haben Bürger, die ihre Steuererklärung selbst anfertigen, nun bis Ende Oktober 2021 Zeit, ihre Erklärung beim Finanzamt abzugeben. Wird die Hilfe von Steuerberater:innen oder Lohnsteuerhilfevereinen in Anspruch genommen, verlängere sich die Frist bis zum 31. Mai 2022. Wichtig ist allerdings auch rechtzeitig Einspruch einzulegen.

Abgabefrist für die Steuererklärung 2020Erster Werktag nach dem 31. Oktober
Abgabefrist in beratenden Fällen31. Mai 2022
Land- und Forstwirtschaft (ohne Beratung)2. Mai 2022
Land- und Forstwirtschaft (mit Beratung)31. Oktober 2022
Quelle: Bundesfinanzministerium

Denn wer keine oder eine geringere Rückzahlung erhalten hat als zuvor ausgerechnet, sollte genau prüfen, weshalb das Ergebnis abweicht. Denn auch das Finanzamt kann mal Fehler machen. Innerhalb eines Monats nach Eingang des Bescheids kann Einspruch eingelegt werden.

Auch außergewöhnliche Belastungen sollten bei der Steuererklärung angegeben werden. Zwar gibt es hierbei eine Belastungsgrenze, die sich nach dem Einkommen richtet. Nachweise für Brille, die Zahn-OP sollten trotzdem gesammelt und angegeben werden. „Je nachdem wie hoch der Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte ist, wie viele Kinder und wie viele Ausgaben Sie haben, wird Ihr Finanzbeamter einen kleineren oder größeren Teil Ihrer außergewöhnlichen Belastungen am Ende des Jahres von Ihrem Gesamtbetrag der Einkünfte abziehen. Nur den Rest müssen Sie voll versteuern“, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe. (svw)

Rubriklistenbild: © Artmann Witte/Imago

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