+
Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, hat ab diesem Jahr zwei Monate länger Zeit. Danach aber kennen die Finanzämter kein Pardon.

Änderungen zum 1. Mai

Steuererklärung bis Ende Juli, neue Geldscheine, Deckelung für Telefonkosten: Das ändert sich im Mai

Für die Steuererklärung gelten neue Fristen - und schärfere Sanktionen. Was sich ab 1. Mai sonst noch ändert, lesen Sie hier.

Zum 1. Mai 2019 ändert sich die Frist für die Steuererklärung, die Europäische Zentralbank gibt neue Banknoten aus und die Europäische Union deckelt ein paar Tage vor der Europawahl die Gebühren für Telefonate und SMS ins Ausland.

Steuererklärung: Die neuen Fristen - und  was bei Verzug nun droht

Der 31. Mai hat seinen Schrecken verloren: Erstmals gilt ab diesem Jahr die Frist bis 31. Juli zur Abgabe der Steuererklärung für das Steuerjahr 2018. Wer die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nimmt, für den verlängert sich die Frist vom 31. Dezember des Folgejahres ebenfalls um zwei Monate – auf den letzten Tag des Februars des übernächsten Jahres. Für das Steuerjahr 2018 ist das – wegen des Schaltjahres – also der 29. Februar 2020.

Mit der Fristverlängerung wurden aber auch die Sanktionen verschärft: Wer seine Erklärung zu spät einreicht, dem droht ein Verspätungszuschlag von 0,25 Prozent der Steuer – mindestens aber 25 Euro pro angefangenem Verspätungsmonat. Die Abgabe der Steuererklärung ist übrigens seit vergangenem Jahr schon einfacher: Es genügt, die Belege aufzuheben. Einzureichen sind sie nur auf Nachfrage.

Neue 100- und 200-Euro-Scheine: Was sie sicherer machen soll

An die neuen 10er, 20er und 50er haben wir uns schon längst gewöhnt – ab dem 28. Mai gibt die Europäische Zentralbankdie neuen 100-Euro-Scheine und 200-Euro-Noten aus. Die alten Noten behalten ihren Wert, werden aber nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

Die neuen Geldscheine haben zur Sicherheit ein sogenanntes Porträtfenster: Wird die Banknote gegen das Licht betrachtet, erscheint im durchsichtigen Fenster am oberen Ende des Hologramms ein Porträt der Europa. Dies ist auch im Wasserzeichen zu sehen. Zudem gibt es eine Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Die Zahl verändert ihre Farbe von Smaragdgrün nach Tiefblau. In der Wertzahl sind zudem Euro-Symbole zu erkennen; diese erscheinen auch oben im Folienstreifen rund um die Wertzahl.

Telefonieren und SMS-Schicken ins EU-Ausland: Was es künftig höchstens kostet

Ab dem 15. Mai wird das Telefonieren und das Versenden von SMS ins EU-Ausland billiger: Der Preis für Auslandstelefonate wird auf 19 Cent pro Minute gedeckelt – sowohl vom Handy als auch vom Festnetztelefonate. Eine SMS ins EU-Ausland darf dann maximal sechs Cent kosten.

Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt

Ab dem 1. Mai bekommen die rund 200.000 Maler und Lackierer hierzulande mehr Geld. Der Mindestlohn in der Branche steigt um 25 Cent auf 10,85 Euro pro Stunde im gesamten Bundesgebiet. Vereinbart worden war dies Ende 2016; in einer ersten Stufe war der Mindestlohn ab 1. Mai 2017 auf 10,60 Euro geklettert. Ab Mai 2020 folgt die nächste Erhöhung auf 11,10 Euro. Auch Unternehmen mit Sitz im Ausland müssen den Mindestlohn zahlen, wenn sie Beschäftigte nach Deutschland entsenden.

Betriebsrat auch für Piloten und Flugbegleiter

Ab Mai dürfen auch Piloten und Flugbegleiter einen Betriebsrat unabhängig von Tarifverträgen gründen. Das Betriebsverfassungsgesetz wurde entsprechend geändert. Bislang schrieb Paragraf 117 aus den 50er Jahren vor, dass bei Luftfahrtunternehmen die Gründung eines Betriebsrates nur möglich ist, wenn ein Tarifvertrag besteht. (afp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare