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Steuererklärung: Wer zur Abgabe verpflichtet ist – und was es zu beachten gibt

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Von: Erkan Pehlivan

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Einmal Steuererklärung, immer Steuererklärung? Viele Menschen stellen sich diese Frage. Wir klären Sie auf.

Frankfurt – In Deutschland ist gesetzlich geregelt, wer eine Steuererklärung abgeben muss. Wichtig ist, zu beachten, dass mit der Steuererklärung auch saftige Steuerrückerstattungen erwartet werden können. Das gilt auch für alle, die freiwillig eine Steuererklärung abgeben. Jedoch drohen auch ernste Folgen, wenn die Abgabefrist der Steuererklärung versäumt wird.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Paragraf 46 des Einkommensteuergesetzes (EStG) regelt, wer in Deutschland eine Steuererklärung abgeben muss. Danach muss jeder in Deutschland eine Steuererklärung abgeben, wenn er oder sie:

Das wichtigste bei der Einkommenssteuerklärung
Wer muss regelmäßig eine Steuererklärung abgeben? © Oliver Berg/dpa

Diese Gruppe muss ebenfalls eine Steuererklärung abgeben:

Auch Rentner:innen, Anleger:innen und Beamte sind nicht pauschal von der Abgabe der Steuererklärung befreit. Menschen in Rente müssen eine Steuererklärung abgeben, sobald ihr Einkommen höher ist als der Grundfreibetrag. Für Alleinstehende beträgt dieser im Jahr 2022 10.347 Euro pro Jahr. Bei Verheirateten ist er doppelt so hoch.

Genauso müssen jene Anleger:innen eine Steuererklärung abgeben, die auf Kapitaleinkünfte noch Kirchensteuer nachentrichten müssen. Auch Menschen mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, dem Gewerbebetrieb oder Selbstständige müssen eine Steuererklärung abgeben.

Wer keine Steuererklärung abgeben muss:

Wann lohnt sich eine freiwillige Abgabe der Steuerklärung?

Auch eine freiwillige Steuererklärung kann sich lohnen. Das sollte vorher geprüft werden. Das kann der Fall sein, wenn geheiratet wurde oder Kinderfreibeträge beziehungsweise Alleinerziehungsfreibeträge bislang nicht berücksichtigt wurden. Ebenso kann es sich auszahlen, wenn im Laufe des Jahres der Job gewechselt wurde, die Person nicht das ganze Jahr berufstätig war oder besonders hohe Werbungskosten über dem Werbungskostenpauschbetrag von 1000 Euro entstanden sind.

Hohe Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder haushaltsnahe Handwerkerleistungen, aber auch die neuen Anschaffungen für energetische Maßnahmen im selbstbewohnten Eigentum, können letztendlich zu einer Steuererstattung führen. (Erkan Pehlivan)

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