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Steuer 2021: Mit welchen legalen Tricks bei der Steuererklärung Geld gespart werden kann

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Von: Svenja Wallocha

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Wer bei der Steuererklärung für das Jahr 2021 einige Dinge beachtet, kann bares Geld sparen: Die wichtigsten Tipps und Tricks im Überblick.

Frankfurt – Die jährliche Steuererklärung zählt nicht gerade zu den beliebtesten Aufgaben. Dennoch kann sie sich durchaus lohnen. In vielen Fällen erhalten Bürgerinnen und Bürger Geld zurück. Wer bei der Steuererklärung richtig sparen will, sollte einige legale Steuertipps beachten.

Für einige Steuerzahlende ist die Steuererklärung Pflicht, wie etwa Selbstständige. Doch auch wer sie freiwillig abgibt, kann auf eine Rückzahlung und damit richtig Geld hoffen. Im Schnitt gibt es etwa 1000 Euro zurück, so das Statistische Bundes­amt. Abgeben kann man die Steuererklärung in elektronischer Form – in Ausnahmefällen auch schriftlich. Wer auf eine hohe Rückzahlung hofft, sollte sich generell mit der Materie beschäftigen, denn es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Einige der wichtigsten sind hier im Überblick zusammengefasst.

Abgabefrist für die Steuererklärung 20211. August 2022
Abgabefrist in beratenden Fällen\t28. Februar 2023
(Quelle: finanztipp.de)

Steuer 2021: Mit legalen Tipps richtig Geld sparen – Trick bei der Abgabe-Frist

Zum einen ist es erstmal wichtig, überhaupt eine Steuererklärung abzugeben und zu wissen, was man alles absetzen kann. Bei der freiwilligen Steuererklärung hat man für die Abgabe vier Jahre Zeit, sie kann also auch rückwirkend eingereicht werden. So muss eine freiwil­lige Steuererklärung für 2020 also spätestens Ende 2024 eingehen, erklärt die Stiftung Warentest. Wer allerdings zur Abgabe verpflichtet ist, hat nach Jahres­ende nur sieben Monate Zeit. Das bedeutet: Die Steuererklärung für das Jahr 2021 ist in der Regel Ende Juli fällig. Mit Steuerberater oder Lohn­steuer­hilfe­ver­ein erhöht sich die Frist auf 14 Monate nach Ende eines Kalender­jahres.

Bei der freiwilligen Steuererklärung kann es sich zudem lohnen, sich mit der Abgabe bis kurz vor Ablauf der Frist Zeit zu lassen. Denn: 15 Monate nach Ablauf des Steuerjahres beginnt das Finanzamt „Zinsen auf die noch nicht ausgezahlte Steuererstattung“ zu zahlen, wie die Steuerseite taxfix.de erklärt. Konkret sind das 0,5 Prozent für jeden vollen Monat. Das heißt sechs Prozent pro Jahr. Wichtig zu wissen ist allerdings: Auch bei Steuerrückforderungen fallen Zinsen an. Die müssen dann an das Finanzamt gezahlt werden.

Es gibt einige typische Fehler bei der Steuererklärung, die richtig Geld kosten können. (Symbolbild)
Es gibt einige typische Fehler bei der Steuererklärung, die richtig Geld kosten können. (Symbolbild) © Imago

Pendlerpauschale und Krankheitskosten: So können Sie bei der Steuer 2021 sparen

Der nächste Tipp bei der Steuererklärung betrifft den Weg zur Arbeit, also die Pendlerpauschale. Auch hier lässt sich Geld sparen. Generell gibt es die Pendlerpauschale immer, egal ob bei dem Weg zur Arbeit das Auto, die Bahn oder das Fahrrad genutzt wird. Angegeben werden muss bei der Steuer allerdings nicht immer die kürzeste Strecke. Wer eine längere Strecke wählt, etwa aufgrund von Verkehrsstörungen, kann auch diese angeben – wenn sie am Ende die schnellere ist. So gibt es im besten Fall mehr Geld zurück. Die Strecke muss allerdings auch wirklich gefahren werden, das Finanzamt kann die Angaben im Zweifel prüfen.

1 - 20 Entfernungs­kilometer30 Cent
Ab dem 21 Entfernungs­kilometer35 Cent

Was viele Steuerzahlende auch nicht wissen: Kosten für bestimmte Medikamente oder Hilfsmittel lassen sich ebenfalls steuerlich als außergewöhnliche Belastungen absetzen. „Abzugs­fähig sind Zuzah­lungen zu rezept­pflichti­gen Medikamenten, ausgenommen Verhütungs­mittel“, heißt es in einem Beitrag der Stiftung Warentest. Auch einige anerkannte Therapien, Zahnersatz, Zahnspange oder Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen können bei der Steuererklärung angegeben werden. Allerdings nur der Teil, der nicht von der Krankenkasse erstattet wird.

Wichtig ist auch, dass hierbei eine ärztliche Verordnung vorliegen muss oder ein Gutachten. Hier lohnt es sich also, die Quittungen, Rezepte und Rechnungen als Nachweis aufzuheben. So lässt sich ganz einfach ein Teil des gezahlten Geldes vom Finanzamt zurückholen. „Privatpatienten legen eine Rezept­kopie und die Abrechnung ihrer Kasse vor“, so das Portal.

Steuererklärung 2021: Tipps bei Haushaltsnahen Dienstleistungen – Betreuung von Haustieren beachten

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind ein weiterer Punkt, den viele bei der Steuererklärung nicht auf dem Schirm haben. Dabei lässt sich auch hier Geld sparen. Unter diesen Punkt fallen nämlich nicht nur Reinigungs- und Handwerkerkosten – sondern auch die Betreuung von Tieren.

Wer sein Tier also im Urlaub zu Hause betreuen lässt, kann das generell bei der Steuer abgeben. Hier gibt es allerdings einige Dinge zu beachten. So muss das Haustier privat gehalten werden und die Pflege muss auf dem Grundstück des Halters erfolgen. Also in dessen Haus oder Wohnung. Zudem muss die Person, die sich um die Tiere kümmert, eine Rechnung für die Betreuung ausstellen. Dabei sind Futter oder Katzenstreu allerdings nicht absetzbar. Sondern nur die Dienstleistung an sich.

Steuer 2021: Deshalb kann sich eine Beratung lohnen

Ein weiterer wichtiger Tipp bei der Steuerklärung ist, die Kosten für Steuerberaterinnen und Steuerberater abzusetzen. Die lassen sich als Betriebsausgabe angeben, wie auch merkur.de berichtet. Eine Fachperson seine Steuererklärung machen zu lassen, kann ebenfalls hilfreich sein – vor allem für Laien oder Personen, die keine Zeit oder große Lust haben, sich mit dem durchaus komplizierten deutschen Steuergesetz auseinanderzusetzen.

Auch Gesetze und Fristen ändern sich immer wieder. Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen zudem im Homeoffice. Auch hier gibt es einiges bei der Steuererklärung zu beachten. (svw)

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