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Frist läuft ab: Steuererklärung 2021 nicht abgegeben? Diese Folgen drohen

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Von: Alina Schröder

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Bald ist die Frist zur Abgabe der Steuererklärung 2021 abgelaufen. Was ein Versäumnis für Folgen hat und von welchen Steuervorteilen Sie profitieren können.

Frankfurt – Viele Steuerzahler:innen haben sie bereits abgegeben, anderen steht sie noch bevor: die Steuererklärung für das Jahr 2021. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr. In nur wenigen Wochen muss sie beim zuständigen Finanzamt eingegangen sein.

Erst im Jahr 2017 wurde die Abgabefrist der Steuererklärung von Mai auf Juli um drei Monate verlängert. Dies änderte sich nochmals mit der Corona-Pandemie: Seit 2020 haben Steuerzahlende demnach bis zum 31. Oktober Zeit – auch für die Abgabe der Grundsteuererklärung. Doch was passiert, wenn die Frist versäumt wird und was gibt es für Steuervorteile?

Steuererklärung für 2021 zu spät abgeben – Das ist die Konsequenz

Wer die Abgabe der Steuererklärung verpasst, ohne eine Fristverlängerung rechtzeitig beantragt zu haben, bekommt zunächst Post vom Finanzamt. In einer Mahnung wird eine neue Frist festgesetzt. Wird auch diese nicht eingehalten, kann es teuer werden. Wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) erklärt, wird der Verspätungszuschlag vom jeweiligen Finanzamt festgelegt. Für jeden angefangenen Monat beträgt dieser 0,25 Prozent der verbleibenden Steuerschuld, mindestens aber 25 Euro. Das bedeutet, wird die Steuererklärung einen Monat und einen Tag zu spät abgegeben, müssen 0,5 Prozent oder Minimum 50 Euro draufgezahlt werden. Lässt man sich noch länger Zeit, kann der Zuschlag auf bis zu 25.000 Euro steigen.

Treffen Steuerzahler:innen jedoch die Entscheidung, Steuerberater:innen oder einen Lohnsteuerhilfeverein zur Hilfe zu holen, wird die Abgabe der Steuererklärung erst später fällig. Sie verlängert sich um ganze zehn Monate und wird demnach erst bis zum 31. August 2023 fällig.

Am 31. Oktober läuft die Frist für die Abgabe der Steuererklärung 2021 ab.
Am 31. Oktober läuft die Frist für die Abgabe der Steuererklärung 2021 ab. © Roman Möbius/Imago

Steuererklärung 2021: Mit Steuervorteilen Geld sparen

Steuerzahler:innen können sich bei der Steuererklärung aber auch über Vorteile und Spartipps freuen. Dazu zählt zum einen die Homeoffice-Pauschale, die bereits im vergangenen Jahr geltend gemacht werden konnte. Fünf Euro pro Tag können abgesetzt werden, wenn man von zu Hause gearbeitet hat, aber nicht die Voraussetzungen erfüllt, um Kosten für ein Arbeitszimmer absetzen zu können.

Zum anderen gibt es die Pendlerpauschale, auch Entfernungspauschale genannt. Diese berücksichtigt all diejenigen, die nicht im Homeoffice waren und regelmäßig zur Arbeit fahren mussten. Für die Fahrt zum bis zu 20 Kilometer entfernten Arbeitsplatz können Arbeitnehmer:innen 30 Cent pro Kilometer absetzen. Ab dem 21. Kilometer erhöht sich die Pauschale auf 35 Cent und für das Jahr 2022 auf 38 Cent, wie die VLH mitteilt.

Auch bei der Grundsteuer kann gespart werden: Bestimmte Räume müssen nicht angegeben werden. Die Erklärung muss ebenfalls bis zum 31. Oktober abgegeben werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten allerdings viele Menschen nicht wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen und erhielten daher Lohnersatzleistungen. Dazu zählen unter anderem neben Kurzarbeitergeld auch Elterngeld, Arbeitslosengeld I oder Krankengeld. Doch Achtung: Wer jährlich mehr als 410 Euro einer solchen Ersatzleistung erhalten hat, ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, informiert die VLH.

Höherer Grundfreibetrag für Steuererklärung 2021

Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren gelten für 2021 zudem höhere Grundfreibeträge. Diese gestalten sich wie folgt:

Liegt das zu versteuernde Einkommen und die Lohnersatzleistungen unter dem beschlossenen Freibetrag, müssen keine Steuern gezahlt werden. Für die Steuererklärung 2022 erhöht sich dieser nochmals für Alleinstehende auf 10.347 Euro und für Verheiratete und Lebenspartner auf das Doppelte. Das beschloss die Bundesregierung aufgrund steigender Energiekosten als Folge des Ukraine-Kriegs. (asc)

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