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Haustiere von der Steuer absetzen: Wie es funktioniert

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Von: Johannes Skiba

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Die Kosten zur Tierhaltung steigern immer weiter. Doch man kann Geld sparen, indem man einige Kosten von der Steuer absetzt.

Frankfurt – Die Deutschen lieben ihre Haustiere. Rund 34,7 Millionen Tiere leben in deutschen Haushalten und rund 47 Prozent aller Haushalte geben einem Tier ein Zuhause. Doch für Tierhalter fallen hohe Kosten an. Die Steuererklärung bietet eine Möglichkeit, um Geld einzusparen.

HaustierAnzahl der Tiere in Millionen
Katzen16,7
Hunde10,3
Kleintiere (z.B. Hasen)4,6
Ziervögel3,1
Aquarien2,3

Steuern: Welche Ausgaben für Haustiere abgesetzt werden können

Einige Kosten, die mit der Haltung von Tieren in Verbindung stehen, können von der Steuer abgesetzt werden. Sollten Sie ein Tier aus beruflichen Gründen halten, können Sie die Anschaffungskosten von der Steuer absetzen. Ähnlich sieht es bei Rechnungen vom Tierarzt aus. In der Regel zahlt der Tierhalter alle Kosten. Die einzige Ausnahme ist eine berufliche Haltung der Tiere, wie beispielsweise Therapiehunde oder Polizeipferde.

Anders sieht es bei einer Tierhaftpflichtversicherung aus. Diese kann wie die persönliche Haftpflichtversicherung als Sonderausgabe in der Steuererklärung geltend gemacht werden, sofern der Höchstbetrag von 4000 Euro nicht überschritten wird. Neben diesen Kosten, die die Unversehrtheit der Vierbeiner sichert, gilt auch die äußere Pflege der Tiere als gängige Ausgabe. Ein Tierfriseur kann sogar als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abgesetzt werden. Wie diese Kategorisierung schon vermuten lässt, muss diese Dienstleistung allerdings tatsächlich im privaten Haushalt stattfinden, wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) schreibt.

Hundepfote auf einem Geldschein Hundepfote auf einem Geldschein, 13.08.2022, Borkwalde, Brandenburg, Die Pfote eines Hun
Hundepfote auf 50-Euro-Schein © Steinach/imago

Sparen: Nicht alle Tierkosten müssen voll bezahlt werden

Nicht jede Reise kann mit einem tierischen Begleiter angetreten werden. Die Betreuung des Tieres durch einen Dienstleister oder eine Dienstleiterin kann so wie die Dienstleistung zur Tierpflege als haushaltsnahe Dienstleistung bei der Steuererklärung angegeben werden. Doch auch in diesem Fall ist es erforderlich, dass die Tiere in den eigenen vier Wänden betreut werden. „Im Fall einer Tierbetreuung können Sie nur die Arbeits- und Fahrtkosten absetzen, nicht aber die Kosten für Futter oder sonstiges Zubehör“, informiert die VLH.

Auch wenn der Wert des eigenen Haustieres für viele Menschen nicht mit Geld messbar ist, sollte man auf die Möglichkeiten zum Steuersparen nicht verzichten. Grundsätzlich sollten einige Fehler beim Erstellen der Steuererklärung vermieden werden. (jsk)

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