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Der russische Regierungschef Wladimir Putin und der französische Premierminister François Fillon in Rambouillet (27.11.2009).
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Der russische Regierungschef Wladimir Putin und der französische Premierminister François Fillon in Rambouillet (27.11.2009).

Energie- und Autoindustrie

EDF steigt bei South Stream ein

Frankreich und Russland schließen eine umfassende "Modernisierungspartnerschaft" in der Energie- und Autoindustrie. South Stream ist das Konkurrenzprojekt zum europäischen Nabucco-Vorhaben.

Rambouillet. Russland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit im Energiesektor aus: Nach russischen Angaben steigt der französische Stromriese EDF bei der Gas-Pipeline South Stream ein, dem Konkurrenzprojekt zum europäischen Nabucco-Vorhaben. EDF werde sich mit zehn Prozent beteiligen, sagte der Chef des russischen Staatsmonopolisten Gazprom, Alexej Miller.

Die Vereinbarung wurde am Freitag am Rande eines Frankreich-Besuchs des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin bekanntgegeben. Dieser sprach nach den Beratungen mit seinem Kollegen Francois Fillon von einem Durchbruch in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Frankreich ist neben Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner Russlands.

Mit der Nabucco-Leitung will Europa seine Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen verringern. An dem Projekt ist auch der deutsche Energiekonzern RWE und der österreichische Versorger OMV beteiligt. Präsident Nicolas Sarkozy hatte im Oktober das französische Interesse an einem Engagement signalisiert. In die Pipeline South Stream investiert neben Gazprom auch der italienische Konzern ENI.

Über einen Einstieg von EDF wurde seit längerem verhandelt. Parallel dazu steht GDF Suez in Verhandlungen über einen Einstieg bei der Ostsee-Pipeline Nord Stream, die ebenfalls von Gazprom gebaut wird, und zwar gemeinsam mit den deutschen Partnern E.ON und BASF. Der Einstieg solle bis spätestens Anfang 2010 vertraglich besiegelt werden, teilte GDF anlässlich der Regierungsberatungen mit.

Putin reiste mit einer ganzen Reihe von Verträgen nach Frankreich. Nach seinen Angaben wird sich Frankreichs Autobauer Renault über einen Technologie-Transfer mit 300 Millionen Euro an der Sanierung des heimischen Lada-Herstellers Avtovaz beteiligen. Direkte Investitionen könnten zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Zugleich kündigte Putin an, beide Partner wollten im äußersten Osten Russlands Nissan-Modelle bauen. Eine Erhöhung des Renault-Anteils schloss er nicht aus.

Ferner erzielte der französische Baukonzern Vinci eine Einigung zum Bau einer Autobahn zwischen Moskau und St. Petersburg. Keine Entscheidung fiel hingegen zum Verkauf von französischen Mistral-Kriegsschiffen an Russland. (rtr)

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