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SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk ist mit seinem Projekt „Starlink“ für schnelles Internet auf der Erfolgsspur.
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SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk ist mit seinem Projekt „Starlink“ für schnelles Internet auf der Erfolgsspur.

Internet aus dem All

Schnelles „Starlink“-Internet von Elon Musk und SpaceX: Vorbestellung für Deutschland gestartet

  • Tanja Banner
    vonTanja Banner
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„Starlink“ – ein Projekt von Elon Musk und SpaceX – kommt zum Test nach Großbritannien. Auch in Deutschland ist die Vorbestellung gestartet.

  • Der Visionär Elon Musk hat mit seinem Projekt „Starlink“ 2020 ein Rekordjahr hingelegt.
  • 2021 soll es so weitergehen – das Internet aus dem All wird in Großbritannien getestet, für Deutschland ist die Vorbestellung gestartet. Die Deutsche Telekom zeigt Interesse.
  • Weltraumforschung*: Alle Infos aus dem All auf unserer Themenseite.

Update von Freitag, 12.02.2021, 12.30 Uhr: Offenbar bekommen Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland bald die Möglichkeit, „Starlink“, das Satelliten-Internet von SpaceX und Elon Musk zu testen. Gibt man auf der Vorbestell-Website eine Adresse in Deutschland an, erhalte man die Information, dass „Starlink“ in der Region „Mitte bis Ende 2021 verfügbar“ sei, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Die maximale Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer ist für jede Region derzeit begrenzt. Nach Angaben von SpaceX werden die Bestellungen in der Reihenfolge des Eingangs abgearbeitet – wer also zuerst kommt, erhält zuerst Zugang zum Satelliten-Internet.

Günstig ist das Angebot nicht: 99 Euro soll „Starlink“ monatlich kosten, dazu kommen einmalig 499 Euro für die technische Ausrüstung und 59 Euro Versandkosten, angezahlt werden müssen 99 Euro. Damit dürfte das Satelliten-Internet hauptsächlich für Regionen in Deutschland interessant sein, die derzeit keinen Zugang zu schnellem Internet haben.

Zuletzt hatten sich SpaceX-Chef Elon Musk und Mitarbeiter des vergleichbaren Projekts „Kuiper“ von Amazon und Jeff Bezos um die Positionen ihrer Satelliten im Erdorbit gestritten.

„Starlink“: Elon Musk und SpaceX bringen Satelliten-Internet nach Großbritannien

Erstmeldung von Donnerstag, 14.01.2021: Wenn Elon Musk ein Projekt angeht, dann hat er große Ambitionen. Das zeigt er unter anderem beim Elektroauto-Hersteller Tesla und beim Raumfahrtunternehmen SpaceX. Und auch das Projekt „Starlink“, das eng mit SpaceX verknüpft ist, geht Musk ambitioniert an: Tausende Satelliten sollen in Zukunft die Erde umkreisen und schnelles Breitband-Internet in allen Winkeln der Erde ermöglichen. Tatsächlich hatte das „Starlink“-Projekt 2020 ein Rekordjahr: Mehr als 800 Satelliten wurden bei insgesamt 14 Starts der SpaceX-Rakete „Falcon 9“ in Erdumlaufbahnen platziert und in Betrieb genommen.

Außerdem startete das Internet aus dem All 2020 in den USA* und Teilen Kanadas in den Beta-Betrieb. 2021 soll es in hohem Tempo weitergehen. Wie der „Business Insider“ berichtet, wurde der Testbetrieb des „Starlink“-Internets bereits im November 2020 von der britischen Regulierungsbehörde Ofcom genehmigt, Beta-Nutzer:innen in Großbritannien hätten bereits die technische Ausrüstung für den Testbetrieb erhalten.

„Starlink“-Internet von Elon Musk: Deutsche Telekom ist interessiert

Die erst vor wenigen Wochen gegründete Gesellschaft Starlink Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt* zeigt, dass es auch in Deutschland bald losgehen könnte mit dem schnellen Internet aus dem Weltall. Auch die Deutsche Telekom ist offenbar daran interessiert, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Das Unternehmen sei bereits in Gesprächen mit dem US-Konzern, habe Telekom-Chef Timotheus Höttges kürzlich bei einer Konferenz zum Netzausbau bestätigt. „Für mich ist das eine sehr ernst zu nehmende Technologie. Ich bin ein großer Bewunderer von Elon Musk und seinen Ideen“, zitiert das „Handelsblatt“ den Telekom-Chef.

Elon Musk sorgt für schnelles Internet aus dem All – Interessant für abgelegene Regionen

Um das Internet aus dem All zu nutzen, benötigen „Starlink“-Anwender eine spezielle Ausrüstung, die in Großbritannien nach Berichten des „Business Insider“ 439 britische Pfund (etwa 493 Euro) kostet. Zusätzlich kommt dort monatlich eine Nutzungsgebühr in Höhe von 84 Pfund (etwa 94 Euro) dazu. Die „Starlink“-Tester:innen in Großbritannien könnten mit einer Internet-Geschwindigkeit von 50 bis 150 Mbps rechnen, hieß es in einer Mail von SpaceX. Einige Betatester:innen in den USA haben bereits davon berichtet, dass sie Download-Geschwindigkeiten von mehr als 210 Mbps erreicht haben.

All das könnte für die Telekom ein großes Problem lösen: Nutzer in abgelegenen Regionen, die bisher nur sehr langsames Internet haben, könnten mit dem „Starlink“-Internet versorgt werden. Das Internet aus dem All würde es der Telekom ersparen, teure Kabel zu verlegen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, kostet es bis zu 70.000 Euro, einen Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen – auf dem abgelegenen Land lohnt sich das häufig nicht.

SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk ist mit seinem Projekt „Starlink“ für schnelles Internet auf der Erfolgsspur.

Kritik an „Starlink“-Satelliten: SpaceX arbeitet mit Astronom:innen zusammen

Fast 1000 „Starlink“-Satelliten umkreisen die Erde bereits in Höhen von etwa 550 Kilometern – und sorgten zu Beginn für einen Aufschrei von Astronom:innen: Die Satelliten waren wie eine „Lichterkette“ deutlich am dunklen Himmel zu sehen. Mittlerweile hat SpaceX einiges getan*, so dass die „Starlink“-Satelliten für das bloße Auge weniger auffällig sind. Auch mit Astronom:innen und großen Observatorien arbeitet das Unternehmen von Elon Musk zusammen, um die Probleme bei der Himmelsbeobachtung in den Griff zu bekommen.

Neben „Starlink“ von SpaceX gibt es noch weitere Initiativen, die schnelles Internet aus dem All anbieten wollen: OneWeb wurde von der britischen Regierung aus der Insolvenz gerettet, außerdem steht das Projekt „Kuiper“ von Amazon in den Startlöchern. Wie „Bloomberg“ berichtet, denkt auch die EU darüber nach, ein eigenes Satelliten-Internet aufzubauen. Das Projekt könnte sechs Milliarden Euro kosten und die EU von US-amerikanischer und chinesischer Technik unabhängiger machen. Eine Machbarkeitsstudie soll demnach Anfang 2021 starten. (Tanja Banner) *fnp.de und fr.de sind Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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