„Aufholeffekte“

Starker Anstieg bei Baugenehmigungen

22 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohnungen im Juni: Das Statistisches Bundesamt nennt Nachholeffekte in der Corona-Krise als Grund für den Anstieg.

Im Juni sind in Deutschland deutlich mehr Wohnungsbauprojekte genehmigt worden als im Vergleichsmonat des Vorjahres: Die Behörden genehmigten insgesamt 34.300 Bau- und Umbaumaßnahmen für Wohnungen und damit gut 22 Prozent mehr als im Juni 2019, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Der „ungewöhnlich starke Anstieg“ sei unter anderem auf Großprojekte vor allem bei Mehrfamilienhäusern aber auch auf die Corona-Krise zurückzuführen. Demnach gab es Aufholeffekte, da Genehmigungen aufgrund zwischenzeitlicher Arbeitsbeschränkungen in der Pandemie erst später erteilt werden konnten.

Im Juni 2020 wurden den Angaben zufolge gut 30 000 Genehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden erteilt, der Rest betraf Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen schwankte laut Bundesamt in den vergangenen Monaten stärker als üblich: Im Dezember wurde ein Spitzenwert von 41 000 erreicht, im Februar folgte dann ein Rückgang bis auf 24 300.

Die Baugenehmigungen zeigen die geplanten Bauvorhaben und dienen damit der Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität. Der sogenannte Bauüberhang, also die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht beendet oder gar nicht begonnen wurden, nimmt laut Statistik seit einigen Jahren zu. (afp)

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