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Starke Ideen konkurrieren um den Hessischen Gründerpreis 2022

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Von: Tobias Schwab

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Fabian Goedert und Sophia Reiter von Fisego bei der Preisverleihung mit Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.
So kann‘s enden: Fabian Goedert und Sophia Reiter von Fisego 2021 bei der Preisverleihung mit Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Der wird am 4. November in Kassel auch Gewinner:innen des diesjährigen Hessischen Gründerpreises auszeichnen. © HGP

Die Frankfurter Rundschau präsentiert als Medienpartner die fürs Finale qualifizierten Jung-Unternehmen.

Hessen ist stark mit Ideen und Innovationen – das zeigt sich erneut beim Hessischen Gründerpreis 2022. Mit 187 eingegangenen Bewerbungen konkurrieren so viele Start-ups wie noch nie um die Auszeichnung. Die Veranstalter verbuchen den fünften Bewerbungsrekord in Folge. „Als die Rekordserie 2018 begann, hatten wir noch 131 Bewerbungen“, sagt Elisabeth Neumann, Projektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei Kiz Sinnova Gesellschaft für soziale Innovationen gGmbH.

Die Hessen und Hessinnen ließen sich weder durch Corona, noch durch den Krieg in der Ukraine oder die sich abzeichnende Wirtschaftskrise und eine hohe Inflation den Mut nehmen, die Zukunft zu gestalten, so Neumann.

Das beweist auch die Entwicklung der Beschäftigten, denn alle 187 Jung-Unternehmen zusammen haben 2863 Arbeitsplätze geschaffen – eine Steigerung um rund 140 Prozent gegenüber 2021.

Mittlerweile stehen die zwölf Finalistinnen und Finalisten fest, die am Freitag, 4. November, in Kassel bei einer Fachtagung für Multiplikator:innen der hessischen Gründerszene mit Messeständen und kurzen Pitches erneut gegeneinander antreten werden.

Am Abend werden die Preisträgerinnen und Preisträger dann im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet, unter anderem auch vom Schirmherrn, dem Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Der Hessische Gründerpreis wird seit 2003 in vier Kategorien (Gründung aus der Hochschule, Gesellschaftliche Wirkung, Innovative Geschäftsidee und Zukunftsfähige Nachfolge) verliehen. Gefördert wird der Wettbewerb vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie mit europäischen Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung.

Die Frankfurter Rundschau ist Medienpartner des Wettbewerbs und präsentierte bis zum Finaltag 4. November in lockerer Folge die zwölf Finalist:innen mit Kurzinterviews.

In die letzte Runde geschafft hat es Bastian Greiner mit dem Unternehmen Plettenberg. Die Firma, ein Hidden Champion aus Baunatal, ist ein führender Hersteller von maßgeschneiderten elektrischen Antrieben für unbemannte Systeme zu Land, Wasser und in der Luft, für industrielle Werkzeuge, Robotik/Automation, Medizin- und Labortechnik und Luftfahrt. Greiner hat das Unternehmen von Uwe Plettenberg und hat sich in der Kategorie Zukunftsfähige Nachfolge fürs Finale des Hessischen Gründerpreises 2022 nominiert.

Finalisten in der Kategorie Gesellschaftliche Wirkung sind Wali Manan und Michael Busse, Gründer des Frankfurter Start-ups ESGendium.  Die Software des Unternehmens führt kleine und mittlere Unternehmen durch den Nachhaltigkeits-Dschungel. Die Nachfrage sei groß und übertreffe alle Erwartungen, sagt Manan im Interview mit der FR.

Teech Education - der Name ist Programm: Das Darmstädter Start-up von Joel Monaco und Emanuele Monaco organisiert digitales Lehren und Lernen. Ihre Plattform verbindet junge Talente mit Mentoren in virtuellen und themenbasierten Lerngruppen. Für die Jury sind die beiden Gründer starke Final-Kandidaten in der Kategorie Gesellschaftliche Wirkung.

Mit einer ebenso simplen wie smarten Idee hat es das Darmstädter Jung-Unternehmen Ceres ins Finale geschafft. Die Gründer Moritz Lenhardt, Ilker Yenice, Dominik Dostert und Johannes Weber wollen den Paketversand nachhaltiger machen und nutzen dafür Stroh als Füllmaterial - ein Reststoff, der massenhaft in der Landwirtschaft anfällt. Den ökologischen Fußabdruck des boomenden Versandhandels könnte das deutlich verkleinern. Ceres ist in der Kategorie Gründung aus der Hochschule fürs Finale qualifiziert.

Optimal geschmiert soll‘s laufen - das ist salopp gesagt das Ziel des Start-ups HPC Sense. Das Team hat sich der Kraft- und Schmierungsüberwachung in Wälzlagern verschrieben. So können Schäden an Maschinen aus den Bereichen Bahn, Nutzfahrzeuge, Maschinen- und Anlagenbau sowie Windenergie bereits in der Entstehung erkannt und verhindert werden. Damit haben es die fünf Absolvent:innen der TU Darmstadt in der Kategorie Gründung aus der Hochschule ins Finale geschafft.

Luisa und Christian Benning produzieren mit ihrem Start-up Probenda aus der Larve der schwarzen Soldatenfliege hochwertiges Proteinfutter. Die Larven werden in Pfungstadt gezüchtet und mit regional anfallenden Reststoffen gefüttert. Seit September 2021 haben sie die Zulassung der Europäischen Union, um das Produkt auch in Tierfutter einzusetzen. Mit ihrem Konzept einer nachhaltigen Alternative zu importiertem Soja tritt das Ehepaar in der Kategorie Innovative Geschäftsidee im Finale an.

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