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Zahlen der R+V-Versicherung

„Spuren und Kratzer“

  • Antje Mathez
    VonAntje Mathez
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Die R+V-Versicherung verzeichnet coronabedingt deutliche Einbußen, ist aber zuversichtlich.

Norbert Rollinger ist bestens gelaunt. „Die Pandemie hat Spuren und Kratzer hinterlassen, aber unser Geschäftsmodell ist intakt“, sagt der Chef der R+V Versicherung am Freitag in Wiesbaden zur Bilanzvorlage des genossenschaftlichen Instituts per Skype. Die R+V habe ihren Wachstumskurs auch während Corona fortgesetzt und ihr Ziel, 20 Milliarden Euro an Versicherungsbeiträgen einzusammeln, nun schon zwei Jahre früher als anvisiert fast erreicht. „Durch die fehlenden Konsummöglichkeiten ist viel Geld bei den Banken und Sparkassen angelandet“, so Rollinger. „Und ein Teil dieses Geldes hat auch seinen Weg zu uns gefunden.“ Laut Bilanz 19,9 Milliarden Euro, davon 16 Milliarden von Versicherten im Inland – 7,5 Prozent mehr als im 2019.

8,9 Millionen Kundinnen und Kunden und damit rund 105 000 mehr als 2019 vertrauten auf die Policen der R+V. Dabei lief insbesondere das Lebensversicherungs- und Pensionsgeschäft im Gegensatz zum Rest der Branche außergewöhnlich gut. Die Genossen konnten hier 9,5 Prozent zulegen, während die Branche insgesamt ein Minus von 0,6 Prozent verzeichnete.

Das Wachstum erklärt Rollinger mit einem „starken Schwenk“ in der Produktpalette – und zwar auf Wunsch der Kundschaft nach „renditeträchtigeren Konzepten“. Unter dem Titel „Safe and Smart“ habe man neue Garantieformen entwickelt, erklärte Rollinger. Dahinter verbergen sich Policen, die 50 Prozent der Sparbeiträge in Aktien anlegen.

Auch in den Sparten Schaden und Unfall sowie der Krankenversicherung wuchs die R+V im vergangenen Jahr deutlich stärker als der Markt. Wichtigen Anteil am gestiegenen Umsatz hatte die digitale Kundenberatung und die Einführung der digitalen Signatur. „Das war in jeder Hinsicht eine Erfolgsstory“, berichtete Rollinger. Gerade während der Pandemie habe diese Form des Vertragsabschlusses das Leben der Kundschaft außerordentlich erleichtert und sei deshalb auch gut angenommen worden. So konnte der Außendienst nach Angaben des Versicherers im vergangenen Jahr jeden dritten Vertrag, der digital signierfähig war, mit Hilfe der digitalen Signatur abschließen. „Und dabei haben wir noch eine Million Blatt Papier eingespart“, freute sich der R+V-Chef.

Allerdings spiegelt sich die positive Geschäftsentwicklung nicht im Konzernergebnis wider. Das lag vor Steuern bei 291 Millionen Euro – nach knapp einer Milliarden Euro im Jahr zuvor. Allerdings sei 2019 auch überdurchschnittlich gut gelaufen. Pandemiebedingt habe es Sonderbelastungen von 321 Millionen Euro gegeben, vor allem wegen Betriebsschließungen und Veranstaltungsausfällen. „Außerdem haben wir durch Kreditausfallversicherungen und eine negative Entwicklung bei den Kapitalanlagen Federn gelassen“, erklärte Rollinger.

Im eigenen Haus haben die Corona-Maßnahmen dagegen gewirkt. Unter den 16 500 Beschäftigten hierzulande, die zu 90 Prozent im Homeoffice tätig sind, läge die Inzidenz derzeit bei zwei. „Wir sind stolz, dass sich bei uns keiner angesteckt hat“, sagte der R+V-Chef. Jetzt wolle man die Impfkampagne unterstützen und, so die Politik das Angebot annehme, die gesamte Belegschaft gegen Covid-19 impfen.

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