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Die Stromrechnung für einen Tesla kann jährlich mit bis 1433 Euro zu Buche schlagen.

Stromversorgung

Der Sprit kommt aus der Steckdose

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Was das E-Auto für die Stromrechnung bedeutet.

Wer ein Elektroauto fährt, verlagert die Treibstoffkosten von der Tankstelle auf die Steckdose. Da Stromer in der Regel zu Hause aufgeladen werden, hängt der Preis aber nicht nur vom Automodell sondern auch vom Stromanbieter und den jeweiligen Tarifen ab. Was das für die jährliche Stromrechnung bedeutet und welche Einsparpotenziale es gibt, hat das Vergleichsportal Verivox für verschiedene Elektroautomodelle durchgerechnet. Demnach kann die Stromrechnung für einen Tesla jährlich mit bis 1433 Euro zu Buche schlagen, wobei beim richtigen Anbieter bis zu 214 Euro gespart werden können. Die minimalste Ersparnis durch Anbieter- oder Tarifwechsel liegt bei 39 Euro jährlich.

Unter die Lupe genommen haben die Verivox-Experten Stromrechnungen für eGolf, BMWi3 sowie Tesla Model X und das jeweils für Durchschnittsfahrer, die auf 10 000 Kilometer jährlich kommen, Wenigfahrer mit 5000 Kilometern und Vielfahrer mit 20000 Kilometern jährlich. Erstes Ergebnis: Wird ein E-Auto nur als Zweitwagen (Wenigfahrer) genutzt, steigt der heimische Stromverbrauch zwischen 865 (eGolf) und 1200 Kilowattstunden (Tesla) an. Bei Vielfahrern sind es von 3460 bis 4800 Kilowattstunden. Das entspricht der Verdoppelung des Strombedarfs eines durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalts.

Was das kostet, bestimmt der Stromtarif. Am teuersten wird es im Grundversorgungstarif des örtlichen Versorgers, sagt Verivox. Im Fall eines als Zweitwagen wenig genutzten eGolfs sind das 266 Euro, beim Tesla eines Vielfahrers 1433 Euro. Einsparpotenziale wurden für den absolut günstigsten und auch eigens für Öko-Stromtarife berechnet. Denn Fahrer von E-Autos achten mutmaßlich auf die Umwelt.

Zweites Ergebnis: Gespart werden kann immer, bei Ökotarifen zwar weniger, aber dramatisch sind die Unterschiede nicht. Im Fall eines als Zweitwagen gefahrenen eGolfs sinkt die Stromrechnung verglichen von 266 auf 222 Euro jährlich und in der Öko-Variante auf 227 Euro. Am größten ist das Einsparpotenzial absolut gesehen bei einem viel gefahrenen Tesla. Dort sind es statt 1433 Euro 1219 Euro oder 1252 Euro (Ökostrom).

Zu Vorsicht raten Verivox-Experten indessen bei Spezialtarifen, die viele Stromversorger extra für das Aufladen von Elektroautos anbieten. Die gibt es meist in Verbindung mit einer eigenen Ladestation und intelligentem Laden. Sie kämen zwar billiger als Grundversorgungstarife. Allerdings seien sie kaum miteinander vergleichbar und auch nicht die günstigste Lösung.

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