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Spotify schränkt Angebot ein

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Frische Alben gibt es bei Spotify künftig nicht mehr komplett gratis.
Frische Alben gibt es bei Spotify künftig nicht mehr komplett gratis. © Daniel Bockwoldt (dpa)

Bislang macht Spotify kaum Unterschiede im Angebot: Wer neue Alben beim Streaming-Marktführer hören wollte, konnte dies tun - egal ob Premium- oder Gratis-Kunde. Damit ist es künftig vorbei.

Der Streaming-Marktführer Spotify hat dem jahrelangen Druck der Musikbranche nachgegeben und lässt zu, dass neue Alben zunächst nur in der kostenpflichtigen Premium-Version verfügbar sein werden.

Der Deal mit dem weltgrößten Musikkonzern Universal Music sieht vor, dass Künstler ihre vollständigen frischen Alben für zwei Wochen auch nur Abo-Kunden zugänglich machen können, wie Spotify mitteilte. In der kostenlosen Version sollen in dieser Zeit dann die Single-Auskopplungen zu hören sein.

Steht nun der Börsengang an?

Der Streaming-Marktführer hatte sich lange gegen Forderungen der Industrie gesträubt, die Premium- und Gratis-Varianten unterschiedlich zu bestücken. Die Plattenfirmen beharren darauf, Hörer stärker in die kostenpflichtige Nutzung zu drängen.

Dabei betonen Streaming-Anbieter wie Spotify oder Deezer, Gratis-Versionen seinen ein wichtiges Instrument, um Nutzer zu binden, die später auch für Abo-Modelle gewonnen werden könnten. Andere Dienste wie Apple Music oder Napster verzichten dagegen auf eine kostenlose Variante.

Die langfristige Vereinbarung mit Universal Music ist ein Meilenstein für Spotify, der auch den Weg für einen Börsengang des Musikdienstes ebnen könnte. Laut Medienberichten arbeiteten die Partner bisher auf Basis monatlich verlängerter Deals.

Spotify ist die klare Nummer eins beim Streaming mit 50 Millionen zahlenden Abo-Kunden und mehr als 100 Millionen Nutzern insgesamt.

Das Streaming, bei dem Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird, entwickelt sich zur wichtigsten Einnahmequelle der Branche und sorgt nach einem Jahrzehnt der Talfahrt auch wieder für ein deutliches Wachstum des Marktes. (dpa)

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