Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kolumne

Das Spiel mit dem Essen

  • Stefan Wolff
    VonStefan Wolff
    schließen

Im Frühjahr verbrannte Weizen förmlich auf den Feldern, nun ersäuft ein Teil der noch nicht eingefahrenen Ernte. In der Folge steigen die Preise. Der Mangel zeigt, wie wichtig es ist, die Ernährung der Welt zu sichern.

Man glaubt es nicht, wenn man aus dem Fenster schaut. Aber es gab eine Phase im Frühsommer, in der es wochenlang so gut wie gar nicht geregnet hat. Was damals fehlte, gibt es heute im Überfluss: Es schüttet wie aus Eimern. Beide Extreme sind vor allem für die Landwirtschaft schlecht.

Im Frühjahr verbrannte Weizen förmlich auf den Feldern, nun ersäuft ein Teil der noch nicht eingefahrenen Ernte. In der Folge steigen die Preise, denn die Missernte ist nicht alleine ein deutsches Phänomen. Eine Trockenheit in Australien und eine Jahrhundert-Dürre in Russland tragen dazu bei, dass dieses Jahr die Weizenernte den weltweiten Verbrauch deutlich überschreiten wird.

An der Hamburger Börse ist der Preis für Brotweizen um drei Euro auf 240 Euro je Tonne gestiegen. Das ist die höchste Notierung seit April 2008. Der Anstieg betrifft nicht nur Weizen. Seit Jahresbeginn haben sich auch Raps und Mais um jeweils 50 Prozent verteuert.

Natürlich hat der Preisauftrieb seine Nutznießer. Der börsennotierte Landwirtschaftskonzern KTG Agrar konnte den Ernteausfall durch höhere Preise kompensieren. Der Gewinn zog im ersten Halbjahr kräftig an. Die Diskussion über steigende Lebensmittelpreise wird in den kommenden Wochen sicher wieder stärker geführt werden. Natürlich hat das Ganze eine größere Dimension als nur das Frühstücksbrötchen und das Weizenbier. Der Mangel zeigt, wie wichtig es ist, die Ernährung der Welt zu sichern. Und verantwortungsvolle Anleger stehen wieder vor der Entscheidung, ob sie mit Essen zocken oder nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare