Studie

Sparsame Jugend

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16- bis 25-Jährige legen ein Drittel ihrer Einnahmen auf die hohe Kante.

Durchschnittlich 121 Euro legen junge Menschen nach eigenen Angaben monatlichen zum Sparen beiseite – das entspricht einem Drittel ihrer Einnahmen, sei es durch Taschengeld, Nebenjob oder Festanstellung.

Wie viel gespart wird, bleibt über Altersgruppen und Geschlechter konstant. So haben 16- bis 18-Jährige zwar deutlich weniger Geld zur Verfügung als 22- bis 25-Jährige, legen aber dennoch 34 Prozent ihres Einkommens zurück. Das ist das Ergebnis der Jugendstudie der Bank Comdirect, für die im Januar 2019 bundesweit 1600 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 25 Jahren befragt wurden und die an diesem Dienstag in Berlin vorgestellt wird.

Die Summe, die zurückgelegt werden kann, ist je nach Bildungsabschluss deutlich unterschiedlich. In der Kategorie „(Noch) kein Schulabschluss“ geben die Befragten an, 120 Euro pro Monat zurückzulegen. Mit Volks- oder Hauptschulabschluss werden 68 Euro pro Monat gespart, mit der Mittleren Reife 131 Euro, mit einem (Fach-)Abitur 107 Euro und mit einem abgeschlossenen Studium 183 Euro.

Die Sparquote unterscheidet sich auch zwischen den Bundesländern. Der Süden spart am meisten: In Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland werden 38 Prozent der Einnahmen von jungen Menschen gespart. In Hessen sind es hingegen nur 29 Prozent, und in Mecklenburg-Vorpommern 25 Prozent.

Ein konkretes Ziel, für das gespart wird, haben 23 Prozent der Befragten. 50 Prozent von ihnen ist es wichtig, dass sie ein finanzielles Polster haben. Der Rest der Befragten ist weniger sparfreudig. 13 Prozent gaben an, dass sie vorhandenes Geld auch ausgeben, sieben Prozent geben sogar mehr Geld aus, als sie eigentlich haben. Ebenso viele bitten ihre Eltern um Geld, wenn sie welches benötigen.

Lediglich zehn Prozent der Befragten gaben an, keinen Überblick über die eigenen Finanzen zu haben. 36 Prozent der Befragten nutzen nach eigenen Angaben eine App, um ihre Finanzen im Blick zu behalten.

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