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Software-Ökosysteme der Zukunft

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Von: Tobias Schwab

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Christian Stein, Johannes Behr, Maik Thöner und Sascha Räsch haben Threedy als Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt gegründet. Ihr Produkt: die Plattform Instant3Dhub für Visualisierungen mit beliebig großen Datensätzen im Automobil-, Luft- und Raumfahrtsektor.
Christian Stein, Johannes Behr, Maik Thöner und Sascha Räsch haben Threedy als Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt gegründet. Ihr Produkt: die Plattform Instant3Dhub für Visualisierungen mit beliebig großen Datensätzen im Automobil-, Luft- und Raumfahrtsektor. © Threedy

Die Frankfurter Rundschau präsentiert die Nominierten des Hessischen Gründerpreises 2022 mit Kurzinterviews: Das Start-up Threedy ist Finalist in der Kategorie Innovative Geschäftsidee.

Wer braucht Sie?
Jedes Unternehmen, das im Zuge der digitalen Transformation komplexe 3D-Daten und „Mixed Reality“-Anwendungen flächendeckend verfügbar machen möchte.

Warum haben Sie gegründet?
Um dem Team und der Technologie unserer Abteilung am Forschungsinstitut eine Zukunft zu geben und die Potenziale der erzielten Ergebnisse auszuschöpfen.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?
Btov’s Industrial Tech Fund „Matterwave“, der High Tech Gründerfonds (HTGF) und die Fraunhofer Gesellschaft haben investiert, Fraunhofer ist gleichfalls der fünfte Gründer.

Was war die größte Hürde?
Die Vorbereitung der Gründung über fast vier Jahre: die Entwicklung des Gründerteams und die Ausdetaillierung des Businessplans inklusive der Balancierung der Bedürfnisse und Erwartungen von Team, Fraunhofer-Institut, Kunden und Seed-Investoren.

Wo brennt es im Betrieb?
Beim Aufbau eines professionellen Service-Bereichs, um die Kundeninteraktionen des Entwicklungsteams zu reduzieren, skalierbare Vertriebsstrukturen aufzusetzen und die Produktentwicklung so zu beschleunigen.

Was ist der große Traum?
Unsere Technologie beziehungsweise der zugrunde liegende Ansatz sind bisher weltweit einzigartig. Wir wollen damit einen zentralen, strategischen Vernetzungsbaustein für Kunden und Partner und die Software-Ökosysteme der Zukunft, wie digitale Zwillinge oder industrielle Metaverse, erschaffen. Das immense Potenzial lässt sich also heute noch kaum erfassen.

Wie viele Leute beschäftigt Threedy schon – und ist es schwer, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden?“
Wir haben aktuell knapp vierzig Leute im Unternehmen. Und ja, es ist sehr schwer qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bekommen. Thematisch sind wir in der Schnittmenge einer ganzen Reihe von Themen (3D-Computergrafik und Vision, Web- und Cloud-Technologie, PLM und CAD) tätig. Versierte Entwickler und Entwicklerinnen sind in jedem dieser Bereiche schon hoch begehrt und stark umworben.

Das sagt die Jury: „Die Gründer von Threedy haben den Einsatz von industriellen 3D-Daten revolutioniert und eindrucksvoll darlegen können, dass sie mit ihrer Lösung, dem instant3Dhub in der Lage sind, Konstruktionsdaten vom Auto über den Hubschrauber bis hin zur detaillierten Planung eines gesamten Atomkraftwerks auf diversen Endgeräten nutzbar zu machen. Auf diese Art und Weise gelingt es den Nutzern, die eigenen Prozesse zu optimieren und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren. Darüber hinaus ermöglicht es den Nutzern die zuvor notwendigen Reisen im Rahmen der Konstruktionsphase zu minimieren mit dem Ziel den eigenen CO2-Fußabdruck signifikant zu senken und so sein eigenes Unternehmen langfristig sowohl auf Effizienz als auch auf Nachhaltigkeit auszurichten.“

Partnerschaft: Die FR unterstützt den Hessischen Gründerpreis. Bis zum Finale am 4. November in Kassel stellen wir die zwölf nominierten Gründerinnen und Gründer vor. fr.de/gruenderpreis

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