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Begehrte Ware - aber wussten Sie, dass für die Produktion eines 80-Gramm-Handys 75,3 Kilogramm an verschiedenen Materialien verbraucht werden, darunter Gold, Kobalt, Kupfer und Coltan bis hin zu Seltenen Erden?

Forum Entwicklung

Smartphone ohne Schattenseite - gibt es das?

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Jedes Jahr ein neues Smartphone? Den Preis für dieses Konsumverhalten zahlen andere. Diskutieren Sie mit unseren Expertinnen und Experten über gerechte Rohstoffpolitik, Recycling und faire Handys - und bringen Sie bei dieser Gelegenheit ihr altes Smartphone mit. Sie können etwas Gutes damit tun!

Alljährlich werden hierzulande rund 22 Millionen Smartphones verkauft. 61 Prozent der Deutschen nutzen ihr Gerät nicht einmal ein Jahr lang – dann muss es ein neues sein. Den wahren Preis für diesen schnellen Konsum zahlen andere. Denn die meisten für die Herstellung benötigten Rohstoffe werden in Ländern des Globalen Südens gewonnen – oft in Konfliktregionen unter erheblichen Risiken für Mensch und Natur.

Um ein 80 Gramm leichtes Handy herzustellen, sind 75,3 Kilogramm an verschiedenen Materialien nötig. Von Gold über Kobalt, Kupfer und Coltan bis zu Seltenen Erden werden mehr als 40 wertvolle Ressourcen verbaut. Die Liste der Herausforderungen in der Lieferkette ist lang: Rohstoffe aus Konfliktregionen, prekäre Arbeitsbedingungen, Umweltschäden. Doch lässt sich am Lebenszyklus eines Smartphones zeigen, dass es Lösungen gibt und die Digitalisierung mit ihrem erheblichen Rohstoffbedarf eine Chance für die Menschen in den Abbau- und Produktionsregionen sein kann.

Am 5. März 2020 zu Gast im Forum Entwicklung (v.l.): Gesine Ames, Rohstoffexpertin des Ökumenischen Netzes Zentralafrika, Stefan Bauchowitz, GIZ-Berater für Rohstoffgovernance in der Demokratischen Republik Kongo, Cornelia Szyszkowitz, Telekom-Expertin für Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit, und  Carsten Waldeck, der ein modulares Smartphones herstellt. 

Wie müsste eine gerechte Rohstoffpolitik aussehen? Welche Verantwortung übernehmen Handy-Hersteller? Wie sind die Menschenrechte zu schützen? Gibt es schon faire Smartphones? Wie lässt sich die Ökobilanz von Geräten verbessern? Und wie steht es um das Recycling der wertvollen Materialien, die im Mobiltelefon stecken? Um diese und andere Fragen geht es am Donnerstag, 5. März, beim Forum Entwicklung von Frankfurter Rundschau, hr-iNFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Auf dem Podium diskutieren: Cornelia Szyszkowitz (Telekom-Expertin für Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit), Gesine Ames (Rohstoff-Expertin des Ökumenischen Netzes Zentralafrika), Carsten Waldeck (Hersteller eines modularen Smartphones) und Stefan Bauchowitz (GIZ-Berater für Rohstoffgovernance in der DR Kongo). Auch die Gäste im Publikum können sich einmischen. Die Moderation übernimmt: Tobias Schwab (FR)

Besucher/innen können an diesem Abend ihre alten, ausgedienten Handys spenden. Diese werden vom Sozialunternehmen AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) wiederaufbereitet oder recycelt. Mit den Erlösen werden Projekte des Naturschutzbundes Deutschland unterstützt.

Forum Entwicklung ist eine gemeinsame Debattenreihe von Frankfurter Rundschau, hr-iNFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

Die Diskussion im Frankfurter Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, beginnt am Donnerstag, 05. März, um 18.30 Uhr (Einlass: 18 Uhr). Eintritt frei.

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