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Aldi macht Saft und Käse billiger.
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Aldi macht Saft und Käse billiger.

Konsumforscher

Siegeszug der Discounter stockt

Den preisaggressivsten Lebensmittelhändlern ist es nach einer Erhebung der GfK 2009 nicht gelungen, ihre Marktanteile auszuweiten. Als Ursache sehen Experten nicht nur den Preiskampf, sondern auch Rückgänge im Geschäft mit Aktionsartikeln.

Nürnberg. Den preisaggressivsten Lebensmittelhändlern ist es nach einer Erhebung des Nürnberger Marktforschers GfK 2009 nicht gelungen, ihre Marktanteile auszuweiten. Darüber berichtet die "Wirtschafts-Woche" in ihrer neuesten Ausgabe.

Laut den GfK-Daten, die auf der monatlichen Auswertung der Einkaufsbons von 30.000 Haushalten basieren, schrumpfte Aldis Marktanteil im vergangenen Jahr von 19 auf 18,4 Prozent. Mehr als vier Prozent Umsatz büßte der Discounter den Zahlen zufolge in Deutschland ein und verzeichnete damit den wohl bisher stärksten Umsatzeinbruch.

Auch Konkurrent Lidl konnte nach diesen Daten anders als in den Vorjahren kaum noch wachsen. Der Marktanteil des Unternehmens stagnierte 2009 laut GfK bei 9,8 Prozent (2008: 9,7 Prozent). Das Abschneiden von Aldi und Lidl habe auch dazu geführt, dass der Anteil des Discountersegments am Gesamtmarkt erstmals seit fast 50 Jahren bei rund 44,6 Prozent stagniert.

GfK-Konsumforscher Wolfgang Twardawa sagte dem Blatt: "Die Ära des stürmischen Wachstums ist vorbei." Als Ursache sieht der Experte nicht nur den harten Preiskampf der Branche, sondern auch Rückgänge im Geschäft mit Aktionsartikeln sowie strukturelle Probleme. So würden sich die Discounter durch den Ausbau ihrer Filialnetze zunehmend selbst Konkurrenz machen.

Unterdessen erlebten Supermärkte 2009 laut Studie ein kleines Comeback. Erstmals seit Jahren stieg der Marktanteil des Segments laut GfK leicht von 23,6 auf 23,7 Prozent. Auch Drogeriemärkte konnten Marktanteilsgewinne verbuchen (von 8,4 auf 8,6 Prozent), während SB-Warenhäuser deutlich verloren (von 23,5 auf 23,1 Prozent) Insgesamt gaben die Konsumenten - so die Erhebung - im vergangenen Jahr rund 150,1 Milliarden Euro im deutschen Lebensmitteleinzelhandel aus, 1,8 Milliarden Euro weniger als 2008. Als Hauptursache für den Rückgang sehen Experten die insgesamt zwölf Preissenkungswellen des Vorjahres. (dpa)

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