Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

GASTWIRTSCHAFT

Schwung für die Karriere

  • Sigrid Meuselbach
    VonSigrid Meuselbach
    schließen

Warum Frauen auf Männer hören sollten

Bei Mentoren ist es wie beim Wein: Ihre Attraktivität steigt mit den Jahren.“ Selten, dass der Urheber noch lebt, wenn wir uns der Weisheit seiner Worte schon bedienen können. Bei Karl Pilsl ist das zum Glück der Fall. Und was er sagt, hat seinen Grund. Denn Mentorinnen und Mentoren haben eine zweifache Funktion. Sie wirken als Ratgeber und fungieren als Zugpferd und Fürsprecher. Sie schlagen Karrierewege vor, machen mit den richtigen Leuten bekannt und legen ihr gutes Wort für ihre Schützlinge ein. Fast jede Frau und fast jeder Mann benötigen irgendwann jemanden, der ihren Karrieren neuen Schwung verleiht. Für Frauen ist die Wahl des richtigen Mentors noch wichtiger als für Männer. Man mag es politisch unkorrekt finden, aber die Praxis bestätigt, dass nicht nur der „Weinfaktor“ zählt, sondern auch das (männliche) Geschlecht.

Warum männlich? Es erneut zu sagen, heißt die Gebetsmühle drehen, aber was immer schon stimmte, bleibt auch 2016 wahr: Das Geschäftsleben ist männlich geprägt, und Männer kennen die eigenen Spielregeln einfach besser als viele Frauen es tun. Sie haben Zugang zu Kreisen, in denen Frauen noch nicht selbstverständlich sind und können ihnen das Entree verschaffen. Nicht zu vergessen bekleiden sie in aller Regel höhere Positionen. Damit ist ihr Arm stärker, ihr Einfluss größer. Mag der Kontakt zu Mentorinnen auch manchmal einfacher sein, weil Frauen mit Frauen „besser können“ und weil man sich leichter verstanden fühlt – der Zug nach oben erwächst aus der Position heraus und dem Vermögen, als Fürsprecher von Männern gehört zu werden.

Warum älter? Um von oben ziehen zu können, muss man erst mal ein paar Jahre geklettert sein. Und wer im Job vieles oder gar alles erreicht hat, denkt nicht mehr in der Kategorie der Konkurrenz. Ihm gefällt es, als uneigennütziger Förderer eine Frau als Nachfolgerin aufzubauen, die ungeduldig auf ihre Chance wartet und nur noch die entscheidenden Kontakte oder Tipps braucht.

Trotz allem jedoch sind auch Ratgeberinnen wichtig. Wie eine Frau sich im Männer-Haifischbecken bewegt, wie sie Familie und Job unter einen Hut kriegt und wie sie hemmende weibliche Glaubenssätze überwindet – das fühlen Geschlechtsgenossinnen besser nach. Kluge Frauen nutzen auch dieses intuitive Verstehen. Aber sie belassen es nicht dabei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare