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Tarifstreit

Schwaches Lohnplus

  • Daniel Baumann
    VonDaniel Baumann
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Die Beschäftigten in der Chemieindustrie müssen sich in diesem Jahr mit einer Lohnsteigerung zufriedengeben, die deutlich hinter den Forderungen ihrer Gewerkschaft zurückbleibt.

Die Tarifparteien vereinbarten gestern eine Lohnsteigerung um 4,1 Prozent. Die Laufzeit des Vertrages beträgt allerdings nicht nur ein Jahr, sondern 15 Monate. Je nach wirtschaftlicher Lage des jeweiligen Unternehmens werden die Entgelterhöhungen zudem sofort wirksam oder aber im Extremfall erst ab dem vierten Monat der Vertragslaufzeit.

Auf Jahresbasis ergeben sich für die Beschäftigten damit Tarifsteigerungen, die bescheidener sind, als der erste Eindruck glauben machen könnte. Je nach Betrieb werden die Beschäftigten auf Zwölfmonatsbasis effektiv nur 1,5 bis 2,1 Prozent mehr Lohn erhalten, wie die Commerzbank berechnet hat. Grund dafür sei auch, dass die Beschäftigten im Vorjahr noch von einer Sonderzahlung profitiert hatten.

"Gerade noch vertretbar"

Mit dem Tarifabschluss werde gewährleistet, dass Betriebe, die sich noch nicht von der Wirtschaftskrise erholt hätten, nicht überfordert würden, teilte der Arbeitgeberverband BAVC mit. BAVC-Präsident Eggert Voscherau sprach von einem „gerade noch vertretbaren Abschluss für die gesamte Branche“.

Auch der Vorsitzende der Chemiegewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, nannte das Ergebnis „einen guten, tragfähigen Kompromiss“. Die Gewerkschaft hatte angesichts der schwierigen Verhandlungen tausende Mitglieder zu Kundgebungen aufgerufen. Angesichts der Rekordgewinne der Chemieunternehmen forderte sie ein Lohnplus von sieben Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zweölf Monaten.

Gescheitert sind derweil die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe. Die IG Bau fordert ein Lohnplus von 5,9 Prozent und die Anhebung der Mindestlöhne in gleicher Höhe. Jetzt soll Ex-Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement zwischen den Parteien schlichten.

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